Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  115 Leser online

Home
Startseite
 
DVD
News
Artikel
Reviews
Filmkritiken
DVD Special

Preisvergleich

  
Games
News+Reviews
 
Heimkino
Heimkinos
FAQ & Tipps
  
Community
Newsletter
Gewinnspiel
Flohmarkt
Surflinks
 
Redaktion
Impressum
Werbung
 
   
19.08.2000 - Rubrik: spezial 
World Of Music goes online.
  

Anläßlich des Web Launch von www.WOM.de am 17.08.2000 sprach Digital-Movie mit dem Geschäftsführer von WOM, Herrn Wolfgang Orthmayr, bezüglich Erfahrungen und Strategien im neuen Markt.
 


Wolfgang Orthmayr (WOM)

DM: Herr Orthmayr, was steckt hinter dem Launch von WOM im Internet?
WOM: Wir haben versucht, unsere Erfahrungen aus 18 Jahren Einzelhandel web-fähig zu machen. Daher geschah unser Start auch erst jetzt.

DM: Welche Strategien haben Sie?
WOM: Zunächst einmal sind wir kein Discounter. Wir wollen versuchen, Inhalte & Infos, vielleicht sogar Unterhaltung ins Netz zu bringen. Ja, es wird Promotions geben, die aber nicht auf niedrigpreisigen Produkten beruhen. Vielleicht schaffen wir es auch, sowas wie eine Community, unsere gelebten Ansätze aus unseren Läden, ins Netz zu übertragen.

DM: Welchen Vorteil hat der Kunde von WOM.de?
WOM: Wissen Sie, wir haben Experten in ganz Deutschland, z.B. einen Video-Experten in Frankfurt oder einen Rock-Profi anderswo. Dieses Potential können wir für´s Netz globaler fassen und unser wirkliches Know-how anbieten. Außerdem - auch wir können viel besser von den Ideen unserer Kunden erfahren und von Ihnen lernen. Für unsere Mitarbeiter ist dieser Aspekt von enormer Bedeutung, gerade was den Input angeht.

DM: Das klingt überzeugend. Wie wird der Kunde von WOM im Netz erfahren?
WOM: Wir werden natürlich unsere bisherigen Werbeträger nutzen, um den Menschen dort draußen WOM.de näher zu bringen. Dazu gehören Plakatflächen, unser Journal und natürlich andere Printmedien. Ein Slogan, der mir im Kopf herumgeht ist "WOM macht Hausbesuche!" Ich glaube, wir werden damit auch noch ein bißchen spielen und experimentieren.

DM: Bei allen Ideen - wie wird WOM.de vom Kunden angenommen?
WOM: Es ist erstaunlich, was wir in den letzten Tagen an Resonanz erhalten haben. Wir haben versucht, aus den Fehlern unserer Mitbewerber zu lernen. Die Rückmeldungen gingen aus Richtung Gratulation natürlich auch in die Kritik, aber insgesamt bin ich mehr als zufrieden. Ein Smilie ":-)" wäre hier eigentlich angebracht.

DM: Was hiermit geschehen wäre. Wird das Netz auch in die bisherigen Ladenlokale getragen?
WOM: Auf keinen Fall als reines Kiosk System. Der Kunde muß bei uns nicht am Terminal kaufen, dafür haben wir unser Fachpersonal. Wir denken jedoch darüber nach, das Netz im Laden verfügbar zu machen und somit Informationen zum Kunden transportieren. Wir haben auch einige schöne Ideen, deren Umsetzung wir gerade prüfen.

DM: Welche Ideen werden das konkret sein?
WOM: Konkret festgemacht haben wir noch nichts. Aber ich denke zum Beispiel an Autogrammstunden. Diese finden an einem Ort statt, das heißt, nicht jeder unserer Kunden kann direkt dabei sein. Das Netz gibt uns hier die Möglichkeit, solchen Content zu transportieren. Gehen wir mal von der Chatidee weg. Stellen Sie sich vor, ein Benutzer in Köln erfährt von der Autogrammstunde von Lenny Kravitz in München. Wie würde das ankommen, wenn er per Videostream sehen könnte, wie Lenny in München ein Autogramm für Ihn schreibt, und dieses dann nach Köln übertragen wird. Natürlich ist es nicht die Tinte, die ankommt, aber die Idee, der Moment wird festgehalten. Auch Streaming Audio von bestimmten Titeln wäre eine Idee, aber da müssen wir erst mit den Rechte-Inhabern Rücksprache halten, wie man hier das geistige Eigentum schützen kann.

DM: Das klingt in der Tat interessant. Was sagen Sie in diesem Zusammenhang zum Thema "Napster"?
WOM: Napster zielt auf den Diebstahl von geistigem Eigentum. Dahinter steckt ein Riesenaparat, der mit dem geistigen Eigentum anderer Menschen Geld verdient. Der Vergleich ist in etwa, in den Bäckerladen zu gehen, eine Tüte Brötchen zu stehlen, und sie vor der Tür zu verschenken. Eine Art Robin-Hood-Mentalität halte ich hier für äußerst deplaziert. Streng genommen wird hier etwas kaputt gemacht, was eigentlich Spaß macht.

DM: Aber warum wird dann der ehrliche Kunde bestraft und bekommt ein Schild wie "Copy Kills Music" vorgesetzt, oder gleich eine CD, die er nicht im CD ROM Laufwerk seines Computers hören kann?
WOM: Das sind erste Ansätze, Gehversuche. Die Umsetzung ist jedoch entscheidend. Ein Kopierschutz kann nur eine Lösung sein, aber eine vernünftige Moral mit juristischer Basis wäre hier angebracht.

DM: Herr Orthmayr, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg mit www.WOM.de


Das Interview führte Christian Bartsch am 19.08.2000 auf der POPkomm