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20.12.2002 - Rubrik: spezial 
Genial: Sanyo PLV-Z1
  

Heimkino heißt für viele DVD Fans immer noch vor allen Dingen Sound. Anders als die meisten Kinos, klingen die meisten Heimkinos einfach richtig satt. Während das Kino also (von einigen wirklich tollen Sälen in Deutschland einmal abgesehen) immer schon mehr Bild als Ton zu bieten hatte, ist es im Heimkino meist genau anders herum. Wo im Kino die berühmte Silver Screen steht, steht zuhause meist nur ein Fernseher. Und gar nicht so selten handelt es sich dabei noch um ein eher betagtes 4:3 Modell.

Diesen Missstand zu beheben tobt seit Jahren ein Preiskampf der Projektorenhersteller, der mittlerweile richtig interessant geworden ist. Denn kostete ein gutes Gerät vor Jahren noch über 10.000 Mark, so ist man heute schon ab 10.000 Euro dabei. Spaß beiseite – gute Geräte gibt es bereits ab 2.000 Euro, also in einer Preisregion, in der sich auch die guten Fernseher bewegen.

Nun bringt Sanyo das neu Modell PLV-Z1 als Nachfolger von PLV-30 und PLV-60 auf den Markt. Bemerkenswert ist dabei die Ausrichtung des Beamers auf den Heimkinomarkt, denn seine Stärken liegen ganz klar in der Projektion von Videobildern. Damit das auch Richtig Spaß macht, bietet der Z1 ein echtes 16:9 Panel.


Was zunächst auffällt ist das Gehäuse des Z1 – dieses wirkt im Vergleich zu anderen Geräten etwas klobig, aber Design ist halt zu einem gewissen Grad auch einfach eine Geschmacksfrage. Mussten wir bei unserem PLV-30 zum Schutz vor Staub noch eine kleine Plastikkappe vor die Linse stecken, so gibt es nun eine Klappe, die man bequem öffnen und schließen kann.

Einmal eingeschaltet offenbart der Beamer dann seine erste große Stärke: Ruhe. Wo manch anderes Gerät laut vor sich hin dröhnt, gibt es beim Z1 nur ein angenehmes Surren. Dies liegt in der speziellen Eco-Einstellung, die nicht nur den Lüfter leiser werden lässt, sondern auch der Lampe weniger Stress abverlangt. Direkte Folge: die Lebensdauer erhöht sich auf rund 3000 Stunden, der Kontrast verbessert sich auf (angegebene) 800:1. Unglaublich aber wahr: selbst teure DLP Beamer erreichten noch vor wenigen Jahren nur mit Mühe diesen Wert, zu einem Preis, für den man heute glatt drei oder mehr Z1 kaufen könnte.

Es mutet schon etwas bizarr an. Da kauft man sich einen Beamer und betreibt ihn im Eco-Modus mit etwas mehr als 15% Einbußen, was die Helligkeit des Bildes angeht. Wer jedoch genau hinschaut, der entdeckt, dass das Bild deutlich von der nicht so stark angesteuerten Lampe profitiert. Nicht nur, dass das Schwarz gleich eine Ecke mehr Biss erhält, auch der eben angesprochene Kontrast verbessert sich.

Doch nun zum Panel an sich. Dieses ist mit einer Größe von 960 x 540 Pixeln recht ungewöhnlich ausgefallen. Wer nachrechnet, merkt, dass eigentlich keine PAL noch NTSC Auflösung dabei ins Spiel kommt, auch wird dieser Modus von keiner Grafikkarte angeboten. Die volle Zeilenzahl bei PAL von 576 Zeilen kann der Sanyo also nicht auflösen, bedenkt man aber, dass bei vielen Fernsehern sowieso oben und unten etwas abgeschnitten wird, sieht man hier auch nicht viel weniger. Leider skaliert Sanyo das Bild zusätzlich ein wenig, so dass nicht nur oben und unten etwas weggeschnitten, sondern das Bild auch noch einmal in der Größe umgerechnet wird. Das fällt allerdings nur mit Testbildern wirklich auf.

Seine volle Qualität kann der Sanyo nur dann entfalten, wenn er sein Bildsignal als Komponente bekommt. S-Video sieht zwar auch schon schick aus, wer jedoch sich die Mühe macht und (bei vorhandenem Ausgang am Player) drei Kabel zieht, der wird sichtbar belohnt. Das Bild ist so erschreckend scharf, dass man bei der Darstellung von Fernsehbildern tatsächlich das Zeilenflimmern sehen kann. Generell stellt der Z1 Halbbilder erstaunlich gut und schnell dar. Einen echten Linedoubler enthält das Gerät nicht, einen solchen bei diesem Preis zu verlangen, wäre aber auch reichlich unverschämt.

Kurz konnten wir dann auch noch die Darstellung von progressiven Signalen testen. Dies geht entweder über einen modifizierten DVD Player oder über einen sogenannten Linedoubler, der jedes Signal wieder zu Vollbildern zusammen fügt. Dann spielt der Z1 seinen vollen Vorteil aus – das Bild ist einfach unverschämt gut.

In Sachen Komfort soll letztlich der geniale Lensshift nicht unterwähnt bleiben. Durch kleine Rädchen über und neben der Linse lässt sich der Bildausschnitt optisch verschieben, so dass man das Bild prima ausrichten kann, wenn der Beamer bereits unter der Decke befestigt ist. Die komfortable Fernbedienung kann jetzt endlich nicht nur verschiedene Grundeinstellungen wahlweise aufrufen, sondern auch gleich noch die wichtigsten Tasten beleuchten.

Ohne Zweifel – der Sanyo PLV-Z1 stößt alles vom Thron, was es vorher in dieser Preisklasse zu kaufen gab. Momentan gibt es das Gerät auch noch zum Sonderpreis von unter 2.000 Euro. Wer das Gerät einmal probeweise anschauen möchte, ist in den Händen unseres Beamer-Experten Patrick Schappert von den Grossbildspezialisten bestens aufgehoben: www.grobi.tv