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25.03.2002 - Rubrik: spezial 
Metal Gear Solid 2: Sons Of Liberty
  


Snake is back!


Drei Jahre nach den Vorfällen von Shadow Moses Island kehrt Snake zurück auf die heimischen Bildschirme. Diesmal schickt Konami den tapferen Helden auf der Playstation 2 ins Rennen. Eine weise Entscheidung, denn schon mit dem ersten Teil war die gute alte Playstation restlos ausgereizt und zeitweise sogar überfordert.

In den letzten Jahren gab es immer wieder Häppchen aus dem Land der aufgehenden Sonne zu sehen und es zeichnete sich immer mehr ab, dass der Nachfolger seines Namens würdig sein sollte.

Im Oktober vergangenen Jahres durften wir dann endlich auch einen Blick auf die fertige Demo in Form einer Demo DVD werfen. Nun hat das Warten ein Ende. Seit dem 08. März ist das Spiel im Handel. Bei soviel Vorschußlorbeeren, u.a. sollte sich das Spiel ja mit einem Kino-Film messen können, durfte Digital-Movie.de einfach nicht vorbeischauen. Nun, wir haben das Spiel komplett bis zum Ende angeschaut - mit 13 Zeitstunden ist dies der längste Test, den wir je gemacht haben…




Metal Gear Solid 2 spielt zwei Jahre nach den Vorfällen von Shadow Moses Island im Jahre 2007. Solid Snake und sein Partner Otacon haben sich einer militärischen Untergrundeinheit namens "Philantrophy" angeschlossen, die weltweit gegen Metal Gear Clone kämpft. Metal Gear Clone? Ja, richtig gelesen. Revolver Ocelot, der im ersten Teil ja nicht ausgeschaltet wurde sondern nur einen Arm verloren hat, hat nach Shadow Moses die Baupläne für den Kampfroboter auf dem Schwarzmarkt verkauft. Nun existieren weltweit Nachbauten des Kampfgerätes. "Philantrophy" hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Nachbauten auszuschalten…

Wir beginnen unsere Mission zusammen mit Snake, der einen Tanker infiltrieren will, auf dem ein neues Metal Gear Modell vermutet wird. Doch bereits kurz nach der Ankunft auf dem Tanker, tauchen weitere Soldaten auf die ebenfalls den Tanker infiltrieren wollen. Soll der neue Metal Gear gestohlen werden? Snake macht sich auf, das Geheimnis zu lüften.

Konami hat die Spielidee einem Facelifting unterzogen. Altbewährtes ist geblieben. Generell spielt man zwar immer noch nach dem 2D Prinzip (wie schon beim ersten Metal Gear), man kann nun jedoch auch in eine First-Person Perspektive schalten, um mit der Waffe zu zielen. Doch Snake kann nun noch interaktiver mit seiner Umwelt kommunizieren. Ganz neu ist die Möglichkeit, Wachen nicht nur zu erschießen, sondern sie auch zu überfallen. Wer sich nun fragt, wie man denn einen Soldaten überfällt, dem sei gesagt, dass Soldaten sich auch nicht anders verhalten, wie normale Menschen. Zumindest wenn man sich von hinten anschleicht und sie mit einem zarten "Freeze!" auf die Situation aufmerksam macht.

 






Wenn man den Gegner so überrascht hat, kann man sich in aller Ruhe vor ihn stellen und darauf warten, dass er sämtliche Besitztümer auspackt. Dazu gehören nicht nur Rationen und Munition, sondern auch die bekannten Hundemarken, die man auf diese Art und Weise sammeln kann. Sammelt man genug, so erhält man nach dem Durchspielen geheime Bonusgegenstände. Leider sind nicht alle Gegner kooperationsbereit und greifen lieber zur Waffe. In solchen Fällen sollte man tatsächlich auf Zack sein. Entweder schickt man den Wachposten direkt mit einem Betäubungspfeil ins Land der Träume oder mittels einer echten Kugel in die ewigen Jagdgründe.

Trotz allem Realismus setzt Metal Gear 2 dabei auf gewaltfreies Sneaken. Zwar kann man bei Bedarf ein wahres Blutbad anrichten - positiv auf das Endranking wirkt sich aber nur gewaltfreies Handeln aus.

 

Wird man entdeckt, so geht nicht gleich wie beim ersten Teil der Alarm los, sondern die entsprechende Wache kontaktiert zunächst den Einsatzleiter. Schafft man es, die Wache vor der Durchsage auszuschalten oder das Funkgerät zu treffen, so bleibt der Alarm aus.

Insgesamt ist die Interaktion mit der Umgebung das, was Metal Gear 2 so interessant und echt macht. Fast alles kann man zerschießen, bewegen oder wie auch immer in die Handlung mit einbeziehen. In einem Vorratsraum kann man eine waschechte Schießerei anfangen, wobei man sich hinter einem Regal mit Flaschen, Kästchen und Kürbissen versteckt. Jede Flasche kann einzeln zerschossen werden und zerbricht in viele einzelne Teile. Der Inhalt landet auf dem Boden.

Neu ist auch das Hangeln, so dass man sich über Brüstungen schwingen und den Blicken der feindlichen Soldaten entziehen kann. Schränke können ebenfalls betreten werden und dienen so als sinnvolle Deckung. Zumindest so lange, wie man nicht aus Unachtsamkeit vor die Tür poltert.

Begleitet wird man bei seinem Ausflug von einer sehr gelungenen Kameraführung, die ständig um Objekte oder auch Gegner herumfährt und so wahrhaftiges Kinofeeling aufkommen lässt. Doch zum Film gehört natürlich auch die passende Musik, und die stammt bei Metal Gear Solid 2 von Harry Gregson-Williams. Der Amerikaner steuerte bereits Soundtracks für Shrek, The Replacement Killers, der Staatsfeind Nummer Eins sowie Armageddon und The Rock bei. Dementsprechend bombastisch klingt das Ergebnis.

Zwischen den Action-Sequenzen, in denen man spielt, gibt es wahres Hollywood-Kino in Form von vordefinierten Sequenzen, die aber ebenfalls aus der gleichen Grafikengine stammen, wie der Rest des Spiels. Dabei arten diese Handlungsstränge manchmal etwas aus und man wünscht sich, doch einfach endlich weiter spielen zu dürfen. Aber das ist eben typisch Metal Gear, war aber beim ersten Teil dezenter vorhanden.

Zu den Schattenseiten des Spiels gehört u.a. die Grafikengine, die zwar sehr flott funktioniert, leider aber keine richtige Kantenglättung hinbekommt, so dass alles zwar schick, aber nicht so schick wie z.B. bei Baldur´s Gate aussieht. Die Details sind trotzdem verblüffend gut zu erkennen. In tontechnischer Hinsicht wird auch eine 5.1 Tonspur geboten. Diese ist aber nicht während des Spiels "verfügbar", sondern wird nur bei vereinzelten Zwischensequenzen eingesetzt. Selbst dann ist der Effekt aber nur nett, nicht beeindruckend. Zumindest, wenn man von dem ausgeht, was man von einer überdurchschnittlichen DVD gewohnt ist. Stichwort DVD: der deutschen Ausgabe liegt eine exklusive DVD bei, die ein Making Of sowie diverse Trailer und Infos rund um das Spiel enthält. Gerade die Trailer waren bisher nur auf Messen zu sehen und machen das Spiel so schon zu einem Sammlerobjekt.

Metal Gear Solid 2 verfügt über eine durchgehende Sprachausgabe und Unterhaltungen via Spezialfunk. Anders als beim Playstation Vorgänger ist die deutsche Fassung ebenfalls mit englischer Sprachausgabe, aber mit deutschen Untertiteln versehen. Hier darf man ein lachendes und ein weinendes Auge haben. Lachend, weil die deutsche Sprachausgabe des ersten Teils nicht wirklich glaubhaft war, weinend, weil Spieler, die des Englischen nicht mächtig sind, ständig wie wild auf die Untertitel starren müssen. Bei 1.800 Seiten Dialogskript, ein mächtiges Unterfangen.

Betrachtet man den momentanen Spielemarkt, so gibt es wenig Innovation. Die First Person Shooter definieren sich nur über neue Themen und auch die typischen Konsolenspiele bringen nicht oft viel Neues. Metal Gear Solid 2 bildet da eine gelungene Ausnahme. Es ist spannend wie ein Film und verlangt, dass man eben anders als der Durchschnittsheld seinen Weg möglichst ohne Anwendung von Gewalt geht. Auch wenn das Terrain einer "Bohrinsel" nicht gerade mächtig abwechslungsreich ist, so ist "Metal Gear 2 - Sons Of Liberty" sicherlich das bisher beste Playstation 2 Spiel. Wer den ersten Teil noch nicht gespielt hat, kann diesen übrigens momentan sehr oft günstig bei eBay ersteigern.

Für alle, die noch nicht wissen, ob Metal Gear Solid 2 sehenswert ist, haben wir noch einen besonderen Leckerbissen. In unserem Gewinnspielbereich gibt es bis zum 07.04. drei mal jeweils die Making Of DVD und eine komplett spielbare Demo des ersten Levels zu gewinnen. Die DVD enthält neben dem Making Of auch etliche Trailer rund um Metal Gear Solid 1 und 2.