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12.12.2000 - Rubrik: spezial 
Interview mit Wolf-Dietrich von Verschuer (Kinowelt.de)
  


Bild: Wolf-Dietrich von Verschuer

Anläßlich der Bemühungen von Cinema gegen das neue Magazin kinowelt.de sprach Digital-Movie Chefredakteur Christian Bartsch mit dem Vorstand von Kinowelt.de, Herrn Wolf-Dietrich von Verschuer.
 
DM: Herr von Verschuer, welche Ziele verfolgen Sie mit kinowelt.de und wie bewerten Sie die Reaktion von Cinema auf Ihr Magazin?
  
von Verschuer: Nun, Deutschland hat im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn, wie z.B. England oder Frankreich, einen unterentwickelten Kinomarkt. D.h., die Deutschen gehen seltener ins Kino, als dies ihre europäischen Nachbarn tun. Wir möchten ein wenig frischen Wind in diesen Markt hereinbringen und wie könnte dies besser gehen, als über Informationen zu Filmen. Wir haben einige Ideen und "drei Beine": kinowelt.de das Printmagazin, kinowelt.de das Online-Portal und die kinowelt.de DVD.
  
DM: Aber da hat Ihnen Cinema ja nun einen Riegel vorgeschoben.
  
 
von Verschuer: Wenn ich ehrlich bin, ich hätte das Gleiche getan. Stellen Sie sich vor, da ist Cinema, die haben sich über Jahren hinweg einen Markt und ein Monopol aufgebaut. Und dann kommt da plötzlich eine Truppe von Leuten wie wir, die alles ausprobieren wollen, die neue Ideen haben und dann auch noch den Beweis antreten. Cinema hat alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft, um eine einstweilige Verfügung zu erreichen. Das ist das Lehrgeld, das wir bezahlen müssen. Nun werden wir vor Gericht alles weitere klären.
 
DM: Und was wird aus Kinowelt.de und der DVD?
  
von Verschuer: Die nächste Ausgabe des Magazins wird wie geplant, allerdings ohne DVD erscheinen.

DM: Obwohl die DVD ja eines Ihrer Standbeine ist...
  
von Verschuer: [lacht] Ja, aber die DVD wird ganz in der Nähe sein.
 
DM: Verraten Sie uns dazu ein wenig mehr?
  
von Verschuer: [lacht nochmal] Nein, aber lassen Sie sich überraschen. Wir prüfen gerade durch unsere Anwälte, was wir alles tun dürfen. Wie gesagt, die DVD wird ganz in der Nähe sein.
 
DM: Zum Thema DVD an sich - wie können Sie bei einem Preis von sechs Mark noch eine DVD beigeben? Wie sind die Geschäftsbeziehungen zwischen Kinowelt.de und Kinowelt Home Entertainment?
    
von Verschuer: Um ehrlich zu sein: es ist mir völlig egal, von wem die Lizenz kommt. Kinowelt Home Entertainment ist nur der erste Anbieter, der uns Restlizenzen verkauft hat. Und genau die brauchen wir, um in dieser Preisregion arbeiten zu können.
  
DM: Was genau sind Restlizenzen und welchen Kostenfaktor spielt die DVD für das Magazin?
  
von Verschuer: Restlizenzen sind Lizenzen, die nach erfolgtem Durchverkauf übrig sind. Nehmen Sie unseren Nr.1-Titel "Rainmaker". Der war komplett durchverkauft, seit einem Jahr lagern vielleicht noch 100 restliche DVDs bei Kinowelt Home Entertainment. Für die ist der Titel nicht mehr interessant. Für uns jedoch ist das genau das, was wir brauchen. Der Film ist wirklich gut, erhält aber durch das Bundle mit dem Magazin einen gewissen Mehrwert. 
 
DM: Was passiert nun mit den Abos, die bei Ihnen eingegangen sind?
  

von Verschuer: Die einstweilige Verfügung verbietet uns, momentan Abos anzunehmen. Alle Kunden, die uns eine Abo-Bestellung geschickt haben, erhalten in den kommenden Tagen einen Brief, in dem wir um Verständnis und etwas Zeit bitten.
 
DM: Herr von Verschuer, wir sind gespannt auf die nächsten Ausgaben und bedanken uns für das Gespräch.
 
Autor: Christian Bartsch (Digital-Movie)