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07.03.2000 - Rubrik: spezial 
Brillenkino: Die Eye-Trek FMD200 im Test
  

Mit der Eye-Trek FMD-200 Multi-Media Brille präsentiert Olympus einen Schritt in die Zukunft der völlig mobilen Unterhaltungsmedien.
    

Die völlige "Freiheit" erreicht die Eye-Trek allerdings erst durch einen nicht im normalen Lieferumfang enthaltenen Lithium-Ionen-Akku, der auch unterwegs die nötige Stromversorgung sichert. Kombiniert mit einem portablen DVD-Player oder einer anderen geeigneten Videoquelle, braucht man so auch im Flugzeug oder Auto nicht mehr auf den persönlichen Filmgenuss verzichten. Aber selbst daheim kann man mit einem optional erhältlichen Sender-Receiver-System eine noch nicht gekannte Bewegungsfreiheit genießen. In diesem Fall überträgt das System die Audio- und Videosignale des heimischen DVD-Players, Videorecorders, Sat-Receivers oder Fernsehers per Funk zur Eye-Trek Brille.  
   

Ein besonderes Feature des Sender-Receiver-Systems ist die zusätzliche Übertragung von Infrarot Signalen, so das man die angeschlossene Videoquelle auch aus entfernten Räumen oder im Freien steuern kann. 

   
Hierzu überträgt die Empfängereinheit  alle  eingehenden Infrarot-Signale zur Sendeeinheit, welche die Signale wieder ausgibt an die Endgeräte weiterleitet. Aber auch ohne zusätzliches Sender Receiver System und Lithium-Innen-Akku lässt ich die Eye-Trek Brille mit dem mitgelieferten Netzteil an
fast jeder erdenklichen Videoquelle betreiben, sie verliert dabei aber natürlich den großen Vorteil der Mobilität.  

Das Design der Eye-Trek Brille vereint gekonnt ein formschönes Äußeres mit einer guten Funktionalität. Besonders gelungen ist Olympus die Kombination mit den integrierten Ohrhörern. Die mit einer simplen, aber sehr funktionellen Halterung an den Bügeln der Brille befestigten Ohrhörer können zur Benutzung sehr leicht entnommen werden. Anfangs machte das Gerät einen recht zerbrechlichen Eindruck auf mich, mittlerweile hat die Brille ihre Alltagstauglichkeit da aber in den vielen Teststunden bewiesen. Mit der Eye-Trek FMD-200 Multi-Media Brille präsentiert Olympus einen Schritt in die Zukunft der völlig mobilen Unterhaltungsmedien.
    
Das Aufsetzten und Tragen der etwa 85 Gramm leichten Eye-Trek Brille gestaltet sich Anfangs zwar gewöhnungsbedürftig, doch hat man die Brille erst einmal perfekt auf sich eingestellt und sich an das Gewicht gewöhnt, steht einer entspannten Unterhaltung nichts mehr im Wege. Auch Brillenträger kommen nicht zu kurz, da sich die Eye-Trek Brille auch bequem über der eigenen Brille tragen läßt. Auch die Installation gestaltet sich sehr einfach und läßt sich selbst von Laien innerhalb von fünf Minuten problemlos erledigen. Dazu wird einfach eine beliebige Videoquelle mit 
Cinch oder SCART/EuroAV-Ausgang an die Steuereinheit der Brille angeschlossen. Jetzt muß nur noch die Stromversorgung über das mitgelieferte Netzteil hergestellt werden und der Aufbau ist abgeschlossen. 
    
Ist man auch noch stolzer Besitzer des optionalen Sender Receiver Systems gestaltet sich der Aufbau etwas anders, aber nicht viel schwerer. Zunächst wird die Sendeeinheit an die Videoquelle angeschlossen und über ein eigenes Netzteil mit Strom versorgt. Um die Übertragung von Infrarotsignalen zu ermöglichen,
muss die Sendeeinheit so aufgestellt werden, das der eingebaute Infrarotsender auf den Infrarotempfänger des zu steuernden Gerätes zeigt. Alternativ kann auch eine externe Infrarot-LED angeschlossen werden, die sich natürlich etwas einfacher positionieren lässt. Die Empfangs-Einheit wird auf der Batteriehalterung der Steuereinheit eingerastet und mit einem kurzen AV-Kabel mit der Steuereinheit verbunden.
   
Die Stromversorgung erfolgt entweder über das Netzteil der Eye-Trek Brille, welches jetzt aber an der Empfangs-Einheit angeschlossen wird, oder über einem separat erhältlichen Lithium-Ionen-Akku. Leider sinkt durch die zusätzliche Empfängereinheit die Akkulaufzeit von ehemals 4 Stunden auf ca. 80 Minuten, was selbst für einen Spielfilm ohne Überlänge etwas zu wenig ist.
An der Steuereinheit, die über das 1,5 Meter lange Monitorkabel fest mit der Eye-Trek Brille verbunden ist, muss man jetzt nur noch das Gerät einschalten und die Warnhinweise, die bei jedem Start eingeblendet werden, mit einem Druck auf die Ok-Taste bestätigen. Die danach folgende Eingabe des dreistelligen Passworts lässt sich ebenfalls mit dreimaligem Drücken der OK-Taste an der Steuereinheit schnell beenden, sofern man das ursprüngliche Passwort (000) nicht geändert hat. Wer jetzt über den etwas aufwendigen Start die Nase rümpfen sollte, den kann ich beruhigen, denn nach mehrmaligem Gebrauch reduziert sich diese Prozedur einfach auf ein schnelles, sechsmaliges Drücken der Ok-Taste, ohne von von den Warnhinweisen oder der Passwortabfage noch Notiz zu nehmen.
  
Um die Sicherheit bei der Benutzung noch zu erhöhen schaltet sich das Gerät nach einer Betriebsdauer von 150 Minuten automatisch aus. Das Handbuch empfiehlt danach mindestens eine Pause von 15 Minuten einzulegen. Während des Betriebs können an der Steuer-Einheit über ein in der Brille eingeblendetes OSD (On Screen Display) Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung und Schärfe reguliert sowie eine Bassverstärkung aktiviert werden. Für das Bild der Eye-Trek zeichnen sich zwei TFT LCD Displays mit jeweils 180.000 Pixeln verantwortlich. Die von den beiden Displays produzierten Bilder werden allerdings nicht wie bei anderen Systemen mit Konkavspiegeln in die richtige Position gebracht. Die Eye-Trek Brille nutzt die neue "Free-Shaped Prism"-Technologie die eine kompaktere Bauform ermöglicht und die Darstellungsqualität gegenüber Systemen mit Konkavspiegeln verbessern soll. Ein weiterer Pluspunkt der neuen "Free-Shaped Prism"-Technologie ist der visuelle Eindruck auf einen Großbildfernseher mit einer Bilddiagonale von 52" (1,30m) aus einer Entfernung von 2 Metern zu sehen. 
   

Um die Bildeigenschaften der Eye-Trek Brille genauer zu testen, habe ich zahlreiche DVD´s, VHS-Kassetten, Fernsehprogramme sowie die Referenz DVD der Fa. Burosch benutzt, die zu diesem Zweck zahlreiche Testbilder enthält. Besonders positiv ist mir die absolut perfekte Bildgeometrie aufgefallen, bei der nicht die geringste Abweichung zu entdecken war. 

   
Aber auch Farbwiedergabe, Helligkeit und Kontrast ließen keine Schwächen erkennen und konnten auf ganzer Linie überzeugen. Als wirkliches Manko erweist sich nur die verhältnismäßig geringe Auflösung des Bildes, die bei nur 180.000 Pixeln liegt, und leider nicht der vollen Auflösung des PAL Standards von ca. 320.000 Pixeln entspricht. Deshalb gehen leider bei DVD´s mit einer Auflösung von ca. 317.000 Pixeln oder einem Fernsehbild mit etwa 288.000 Pixeln mehr oder weniger viele Bildinformationen verloren. Lediglich bei VHS Kassetten mit einer Auflösung von nur 138.000 Pixeln gehen keine Informationen verloren. Das Manko der geringen Auflösung der Brille äußert sich negativ durch die dadurch sehr geringe Detailauflösung und deutliche Treppenstufen bei scharfen Kanten.
   

Beim Betrieb mit dem Sender Receiver System sind mir zusätzlich noch starke Mehrfachkonuren aufgefallen, die sich auch nach mehrmaligem justieren der Antennen und verstellen der Kanäle nicht beseitigen ließen. Für den guten Ton bei der Eye-Trek Brille sorgen die zwei eingebauten Ohrhörer, die bei allen Tests eine gute Figur machten und nur im Bass-Bereich, trotz aktivierter Bassverstärkung, etwas schwächelten.
  
Fazit:

Für interessierte Heimkino-Fans kann Eindeutig gesagt werden das die Eye-Trek Brille in ihrer Gegenwärtigen Version keine Konkurrenz für Großbildfernseher und hochauflösende Projektoren darstellt, da die gebotene Bildauflösung derzeit dazu einfach nicht ausreichend ist. Die außerdem fehlende Unterstützung des PAL60 und NTSC Standards machen die Brille dann Endgültig für Heimkino-Fans uninteressant. Auch die lange Liste mit Sicherheitshinweisen und möglichen Nebenwirkungen lassen schon mal Gedanken aufkommen ob das ganze wirklich so gut für das eigene Augenlicht ist.

  
Wer jedoch nach einem mobilen, leicht installier- und bedienbaren, virtuellen Großbildfernseher sucht, sollte sich die Eye-Trek FMD-200 einmal näher anschauen. Um sicherzugehen das die gebotene Auflösung für die eigenen Ansprüche ausreichend ist, sollte man die Brille vor dem Kauf erst einmal testen. Für die nächste Generation der Eye-Trek würde ich mir eine höhere Auflösung und ein Bildformat von 16x9 wünschen, um dem menschlichen Sehgewohnheiten etwas näher zu kommen. Auch eine Unterstützung von NTSC oder zumindest der PAL60-Norm wäre für das nächste Modell wirklich wünschenswert. Auch ein Monitorkabel mit Steckverbindung wünschenswert, da man so nicht nur einfach ein längeres Kabel einstecken könnte, sondern auch einen wirksamen Schutz gegen eine zu große Zugbelastung hätte.

Links: Olympus
Eye-TrekReview © 2000 by Sebastian Braeuer
Alle Bilder © Olympus Optical Co. (Europe) GmbH