Awards:

Digital-Movie.de präsentiert den "Digital-Movie-Award". Vergeben wird diese Auszeichnung seit dem 01.12.2000 an Filme mit herausragenden technischen Eigenschaften, in drei Kategorien: "Best Picture", "Best Sound" und "Best Sound & Picture".

Unser Award "Must See!" wird an Titel vergeben, die wir für herausragend halten. Dabei berücksichtigen wir die Herkunft des Titels. Große Produktionen, wie z.B. von namhaften Hollywood Studios, erhalten von uns keinen Award. Wir möchten damit dem "kleinen Film" eine entsprechende Plattform bieten.

Hier unsere Awards, die für besonders herausragende technische Leistungen vergeben:




Bildformat:

DVDs bieten viele verschiedene Bildformate. Damit bezeichnet man das Verhältnis von Breite zu Höhe (oder Höhe zu Breite). Anders als im Kino, wo die Leinwand auf die entsprechende Größe skaliert werden kann (realisiert durch variable Vorhänge), hat ein Fernseher ein durch die Bildröhre festgelegtes Bildseitenverhältnis. Gab es früher nur 4:3, so werden mittlerweile auch Geräte im Verhältnis 16:9 gebaut. Dabei ist das Bild wesentlich breiter und entspricht viel eher dem menschlichen Sichtfeld.

Kinofilme hatte früher ebenfalls nur ein Verhältnis von 4:3 (oder 1,33:1), um dem Fernsehen Paroli bieten zu können entwickelte man allerdings neue, breitere Formate. 1,85: oder 1,78:1 sind dabei die gängigsten Größen, die sich auch problemlos auf einem 16:9 Fernseher darstellen lässt. Das Cinemascope-Format hat eine Breite von 2,35:1 und ist das breiteste Standard-Format. Wenige Filme sind noch breiter, wie z.B. "Ben Hur", der es auf 2,76:1 bringt.

Da der Fernseher wie wir jetzt wissen, eine feste Größe hat, gibt es nur zwei Möglichkeiten, einen Film auf DVD zu bannen. Entweder schneidet man links und rechts etwas ab, bis das Bild auf 4:3 beschnitten wurde. Dieses Verfahren wird oft auch direkt als Pan&Scan bezeichnet, da eine virtuelle Kamera immer nur den Bereich auf DVD überträgt, in dem gerade die Handlung stattfindet. Dabei fährt die Kamera auf dem Film lang, was dann als Pan&Scan bezeichnet wird. Oder man überträgt die Originalgröße des Films auf DVD, wobei oben und unten im Bild schwarze Balken entstehen. Zeichnet man den Film mit diesen schwarzen Balken auf, so spricht man von einem Letterbox-Transfer. Besitzer von 16:9 Fernseher werden gezwungen, das Bild zu zoomen, damit es den Ausschnitt der Bildröhre füllt. Es geht jedoch auch anders.

DVDs haben die Möglichkeit, Bildmaterial anamorph zu speichern. Bei Filmen, die breiter sind als 4:3, wird dabei das Bild in der Breite gequetscht. Dadurch ist das Bild dann zwar verzerrt, aber es werden keine unnötigen schwarzen Balken gespeichert. Dadurch werden mehr Bildinformationen gespeichert. Ein 16:9 Fernseher entzerrt das Bild bei der Wiedergabe, profitiert dabei von der höheren Auflösung - das Bild ist schärfer. Hat man nur einen 4:3 Fernseher, so entzerrt der DVD Player bereits das Bild. Dabei entfert dieser einfach ein paar Zeilen und fügt oben und unten wieder schwarze Balken an.

Ist das Bildformat des Films größer als 16:9 (also 1,78:1), so werden auch bei anamorpher Speicherung schwarze Balken mit aufgezeichnet und wiedergegeben.

Generell gilt: heute wird eigentlich kein Kinofilm mehr im Format 4:3 gedreht. Daher ist Skepsis angebracht, wenn vermeintlich günstige DVDs nur ein Format von 4:3 aufweisen. Dann handelt es sich meist um eine beschnittene Fassung, die auf 4:3 konvertiert wurde. Dabei wird die Vision des Regisseurs in den meisten Fällen zerstört, es entsteht ein intimerer Bildeindruck. Nur ganz wenige Regisseure, wie z.B. Stanley Kubrick, berücksichtigen beim Dreh die Videoauswertung. Dann nämlich wird auf 4:3 gedreht, bei der Projektion im Kino wird das Bild oben und unten abgedeckt und so nachträglich "breit" gemacht. Für die Auswertung auf Video wird diese Maske einfach weggelassen - dann sieht man auf Video tatsächlich mehr.

Wenn Euch diese Information jetzt etwas zu kompliziert ist: anamorphe DVDs sind besser als nicht anamorphe DVDs. Spätestens wenn Ihr auf einen 16:9 Fernseher umsteigt oder einen Videoprojektor benutzt werdet Ihr die höhere Auflösung zu schätzen wissen.

Weitere Informationen liefert unsere Heimkino-FAQ.

16.11.2002, Autor: Christian Bartsch


Layerwechsel:

DVDs können aus mehreren Schichten bestehen. Die wohl am meisten genutzte DVD, die DVD9, besteht aus zwei übereinander geklebten Schichten und bietet Platz für rund 9 Gigabyte an Filmdaten. Wechselt der Laser beim Auslesen von der ersten auf die zweite Schicht, so findet der sogenannte Layerwechsel statt. Während der Laser umfokussiert wird, spielt der Player den Film weiter aus einem Pufferspeicher ab. Je nach Größe des Pufferspeichers und der Zeit, die für das Umfokussieren benötigt wird, kann es zu einer kurzen Unterbrechung der Wiedergabe kommen.

Daher wird der Layerwechsel in der Regel so gesetzt, dass dieser an einem Bildumschnitt, noch besser in einer Schwarzblende o.ä. stattfindet. Manche Authoringstudios setzen den Layerwechsel jedoch anscheinend ohne Sinn und Verstand mitten in der Szene. Bei der Wiedergabe gibt es dann eine häßliche Pause, die von unerfahreren Benutzern als Fehler auf der DVD interpretiert werden kann.

Falls es die Zeit zulässt, ermittelt Digital-Movie.de zum Test den Layerwechsel und gibt diesen an. Sollte der Layerwechsel unglücklich gewählt sein, so gibt es eine Erwähnung beim Bildtest.

17.11.2002, Autor: Christian Bartsch


Regionalcode:

DVDs haben einen Ländercode. Ganz einfach ausgedrückt kann man eine amerikanische DVD daher nur auf einem amerikanischen DVD Player abspielen und deine europäische nur auf einem europäischen Gerät. Dazui wurde die ganze Welt in sieben Zonen unterteilt. Europa hat (wie übrigens Japan auch) Zone 2, Amerika Zone 1 und der asiatische Raum z.B. Zone 3. Zone 8 findet derzeit keine wirkliche Anwendung, sie ist Reserviert für Geräte, die ihren Standort ständig ändern - z.B. in Flugzeugen oder auf Kreuzfahrtschiffen.

Wenn ein Studio einen Film auf DVD veröffentlich, kann es festlegen, für welche Regionalcodes eine DVD freigegeben wird. Mehrere Freigaben sind möglich. Meist wird eine DVD jedoch nur für eine Region freigegeben.

Der Grund für dieses Verhalten klingt plausibel: Filmstarts sind international verschieden. Um keine Einnahmen zu verlieren, liegt dem Studio sehr viel daran, dass man einen Film, der bei uns gerade erst in den Kinos anläuft, noch nicht auf DVD anschauen kann. Oftmals ist die amerikanische DVD nämlich längst im Handel erhältlich, wenn ein Film bei uns in die Kinos kommt. Importe werden von den Benutzern dabei meist nicht nur als besonders "cool" angesehen, sondern sind oftmals auch billiger als ein Gang ins Kino (die Karte für die Freundinn und Popcorn mit eingerechnet). Die Tatsache, dass manche Filme bei uns nur geschnitten erscheinen, ist ein weiteres Argument, das für Importe spricht. Dabei sollte man allerdings berücksichtigen, dass indizierte oder gar beschlagnahmte DVDs vom Zoll eingezogen werden können.

Alle Player besitzen einen Regionsschutz. Bei vielen Billiggeräten kann dieser meist durch geheime Kommandos auf der Fernbedienung freigeschaltet werden. Bei Markengeräten ist oft ein mehr oder minder teurer Umbau fällig. Eine gute Quelle für umgebaute Geräte ist der deutsche DVD-Spezialist Chiptech.de.

17.11.2002, Autor: Christian Bartsch



Tonformat:

Eine DVD bietet verschiedene, mögliche Tonformate. Jeder Titel kann bis zu acht verschiedene Tonspuren aufweisen. In welchem Format diese angeboten werden, ist vom Anbieter frei wählbar.

Dolby Digital: sehr verbreitet und im Standard der DVD zwingend vorgesehen ist Dolby Digital. Dolby Digital ist ein komprimiertes Format (um Platz auf der DVD zu sparen) und bietet dabei zwischen einer und sechs diskreten Kanälen pro Spur an. Dolby Digital 1.0 ist mono. Dolby Digital 2.0 ist entweder stereo, oder Pro Logic codiert (auch einfach "Surround" genannt). Dolby Digital 3.0 sowie 4.0 sind eher unüblich, jedoch technisch möglich. Dolby Digital 5.0 ist ein Surround Signal, allerdings ohne Subwoofer-Information (LFE). Dolby Digital 5.1 ist das wohl bekannteste und beliebteste Format. Es bietet fünf separate Kanäle und Informationen für einen Subwoofer. Dolby Digital 5.1 EX bezeichnet ein Verfahren, bei dem die beiden hintern Kanäle noch eine "versteckte" Information beinhalten. Entsprechende Verstärker entpacken dieses Signal auf einen hinteren, dritten Lautsprecher der ähnlich dem Centerlautsprecher fungiert.

MPEG: neben Dolby gibt es noch MPEG (ebenfalls komprimiert), das bis zu sieben diskrete Kanäle enthalten kann. Die Aufteilung ist ähnlich wie bei Dolby Digital.

dts: Ebenfalls sehr beliebt ist dts (auch ein komprimiertes Format, allerdings bei einer technisch höheren Datenrate als bei Dolby Digital), das ein Konkurrenzformat zu Dolby Digital darstellt. Hierbei sind ebenfalls bis zu sieben diskrete Kanäle möglich. Die Aufteilung der Kanäle funktioniert ähnlich wie bei Dolby Digital. Allerdings kann dts zusätzlich einen dritten Lautsprecher hinten ansteuern, der dann ähnlich dem Centerlautsprecher vorne funktioniert. dts wird von Heimkinofans bevorzugt, da es bei entsprechendem Ausgangsmaterial wegen seiner höheren Datenrate besser klingen kann, als Dolby Digital. In der Praxis ist allerdings nur selten ein Unterschied hörbar und so ist der dts Track oft nur aus Marketinggründen vorhanden..

THX: THX ist kein eigenes Tonformat, sondern beruht auf Dolby Digital. THX sagt nur aus, dass Bild und oder Ton bei Lucasfilm technisch geprüft und als hochwertig klassifiziert wurden. Dabei wird vor allen Dingen auf eine Kompatiblität zwischen den verschiedenen Komponenten gelegt. Einfach ausgedrückt: wer sich für viel Geld einen THX Verstärker und entsprechende Lautsprecherboxen kauft, der kann bei einer THX-zertifizierten DVD das gute Gefühl haben, den Ton so zu hören, wie es der Regisseur gewollt hat. Ein bißchen Esotherik ist sicher auch dabei...

PCM: nicht zu vergessen ist letztlich noch das Format linear PCM. Anders als die oben vorgestellten Formate ist PCM unkomprimiert, also frei von jeglichen Kompressionsfehlern. Falls man also "nur" stereo hören möchte, so klingt eine vorhandene PCM Spur meist am besten.

Weitere Informationen liefert unsere Heimkino-FAQ.

17.11.2002, Autor: Christian Bartsch



Verpackung:

DVDs werden mittlerweile in verschiedenen Verpackungen geliefert. Neben zahlreichen Sonderverpackungen gibt es auch Defacto-Standards

- Jewel Case: die bereits von der CD bekannte Verpackung. In der Anfangszeit wurden DVDs oft in dieser Verpackung ausgeliefert. Aufgrund der kleinen Fläche bietet das Jewel Case wenig Platz für Informationen und fällt auch in den Regalen der Kaufhäuser, die für Videocassetten ausgelegt wurden, nicht auf. Das durchsichtige Material ist sehr empfindlich und bricht leicht.

- Super Jewel Case: eine abgewandelte Form des Jewel Case. Die Höhe der Verpackung entspricht allerdings einer normalen Videocassette. Das Super Jewel Case wird heute nur noch selten benutzt, meist für Musik DVDs. Das durchsichtige Material ist sehr empfindlich und bricht leicht.

- Amaray: die wohl bekannteste Verpackung für DVDs. Der Name leitet sich von seinem Hersteller (Amaray) ab. Meist aus grauem Hartplastik gefertigt, bietet die Verpackung Platz für bis zu zwei DVDs. Das Cover befindet sich unter einer dünnen Plastikfolie, die um das Hartplastik geschweißt wird. Das Cover kann nachträglich ausgetauscht werden. Amaray stellt seine Verpackungen mittlerweile in allen möglichen Farben her.

- Alpha Case oder Dual Alpha Case: Amaray-ähnliche Verpackung. Die Doppelausführung bietet Platz für bis zu vier DVDs, dabei gibt es eine vordere und eine hintere Klappe, aus der die DVDs entnommen werden können.

- Digipak: von den CDs bekannte Verpackungsform aus Kunststoff und Pappe. Die DVD ruht dabei auf einem Kunststoffträger, der in eine Papphülle eingeklebt wird. Durch transparente Träger können Digipaks auch von innen sehr schön bedruckt werden und sind dadurch in Sammlerkreisen sehr beliebt. Leider sind diese Verpackungen nicht besonders haltbar, besonders die Ecken sind nach nur wenigen Transportvorgängen meist abgenutzt.

- Snapper Case: von der Firma Warner Brothers Home Video eingesetzte und durch eine Drittfirma entwickelte Verpackungsform. Prinzipiell ähnelt die Verpackung dem Digipak, hat aber ein recht ausgeklügeltes Verschlusssystem. Beim Schließen macht die Verpackung das typische Geräusch, durch das die Verpackung ihren Namen erhalten hat. Genau wie das Digitpak ist auch diese Verpackung nicht besonders haltbar.

17.11.2002, Autor: Christian Bartsch



Ähnliche und verwandte Titel :

Diese Funktion ist als Service zu verstehen. Sie soll verwandte und ähnliche Titel zu dem Artikel vorschlagen, der gerade gelesen wird. Dabei vergleicht eine Automatik den Titel und den Titelzusatz des gerade gelesenen Artikels mit weiteren Einträgen in der Datenbank. So werden alle Titel gefunden, die z.B. zu einer Serie oder Reihe gehören, leider aber auch wenig passende Artikel, die einfach ein passendes Schlüsselwort im Titel haben. Daher ist es durchaus korrekt, dass zu "Star Trek: Der erste Kontakt" auch "Staplerfahrer Klaus - Der erste Arbeitstag" gefunden wird, da in beiden Titeln bzw. im Zusatz das Wort "erste" auftaucht.

Wir empfehlen daher, diese Funktion ruhig mit ein wenig Humor zu betrachten, weist sie doch darauf hin, dass ein Computer eben nur ein Computer ist, und ein Algorithmus nur so gut wie sein Erfinder. Bis dieser ihn noch intelligenter macht, bitten wir daher um Verständnis.

09.04.2005, Autor: Christian Bartsch



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