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Rubrik: Ton 
Wie funktioniert Virtual Surround?
von Lasse Hambruch
  

Die Spannung war anfangs kaum auszuhalten. Wie gut würde "Virtual Surround" wirklich sein? Als es dann aber auf dem Markt war, stellte sich schnell Ernüchterung bei den Heimkinofans ein, denn "Virtual Surround" reicht lange nicht an echtes Surround heran. Wie der Name schon sagt, ist dieses Tonformat eigentlich eine Mogelpackung, denn es wird mit zwei Lautsprechern eine räumliche Kulisse erzeugt, was ja schon jeglichen logischen Gesetzen der Physik widerspricht. Um dies überhaupt möglich zu machen, spielten die Entwickler mit der Materie "Mensch". Ein Geräusch, welches von vorne kommt, erzeugt in unserer Ohrmuschel ein bestimmtes Geräusch. Dieses Geräusch ordnet dann unser Gehirn in unser Empfinden ein. Das Gehirn stellt dann durch "Rechenleistung" fest, dass das Geräusch von vorne kommt. Wir nehmen das Geräusch demnach von vorne wahr.

Ein Geräusch, welches von hinten kommt, erzeugt in unserer Ohrmuschel ein anderes Geräusch als das, welches von vorne kommt. Das Gehirn stellt diesen Unterschied fest und "sagt" uns nun, dass dieses Geräusch hinter uns zu Tage tritt. Hierauf basiert nun auch das Virtual Surround Prinzip. Ein Fernseher mit Virtual Surround besitzt zwei Boxen. Der Prozessor im Fernseher stellt fest, welche Geräusche vom Klangbild her eigentlich von hinten kommen müssten. Dann werden diese Geräusche klangtechnisch durch Rechenleistung des Prozessors so verändert (hier wird u.,a. mit Phasenverschiebung gearbeitet), dass unser Gehirn "denkt", dass es von hinten kommt - im Grunde also ist "Virtual Surround" nichts weiter als eine Sinnestäuschung, denn obwohl das Geräusch von vorne kommt, nehmen wir es anders wahr.

Dies klingt nun alles sehr unglaublich und revolutionär. In der Praxis ist dies aber weitaus weniger beeindruckend, denn überragende Ergebnisse werden mit diesem Format nicht erzielt. Es gilt hier nur: Besser "Virtual Surround" als gar kein Surround, denn gegenüber normalem stereo Ton ist dieses Format eine klare Verbesserung. An einer guten 5.1 bzw. 7.1 Anlage führt dennoch kein Weg vorbei.

  
   

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