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Rubrik: Allgemein 
Altersfreigaben
von Christian Bartsch
  

Jedes Land hat eine Behörde oder Institution, die sich um Film-Freigaben kümmert. Auch wenn über Sinn und Zweck einer solchen Einrichtung immer wieder diskutiert wird, so gibt es dennoch meist einen staatlichen Auftrag. Konkret heisst dies, dass z.B. in Deutschland die sogenannte Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft Filme prüft und Altersfreigaben erteilt. Dabei ist die FSK selbst eine nicht-staatliche Einrichtung. Die FSK ist eine Einrichtung der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO), dem Dachverband von derzeit 16 film- und videowirtschaftlichen Verbänden. Eine Prüfung geschieht hauptsächlich mit dem Ziel des Jugendschutzes und soll verhindern, dass Jugendliche oder gar Kinder Filme schauen, die für ihr Alter nicht geeignet sind. Darüber hinaus prüft die FSK, ob ein Film gegen das Gesetz verstößt, z.B. Paragraph 131 StGB. Hier wird geregelt, dass es verboten ist, Filme in Umlauf zu bringen, in denen Gewalt auf eine die "Menschenwürde verletzenden Weise" dargestellt wird. Ist ein solcher Fall gegeben, so erteilt die FSK gar keine Freigabe für einen Titel. Der Film gilt dann als ungeprüft.

Momentan sieht die FSK folgende Freigaben vor:

* freigegeben o.A. gemäß Paragraph 14 JuSchG FSK - also eine Freigabe ohne Altersbeschränkung

* freigegeben ab 6 Jahren gemäß Paragraph 14 JuSchG FSK

* freigegeben ab 12 Jahren gemäß Paragraph 14 JuSchG FSK

* freigegeben ab 16 Jahren gemäß Paragraph 14 JuSchG FSK

* keine Jugendfreigabe gemäß Paragraph 14 JuSchG FSK

Weiterhin gibt es noch zwei weitere Freigaben, die allerdings nicht von der FSK vergeben werden. Für diese Kennzeichnung ist der Anbieter eines Programms alleine verantwortlich. Sie lauten "Infoprogramm gemäß § 14 JuSchG" und "Lehrprogramm gemäß § 14 JuSchG".

Die Freigaben der FSK sind für Kino und den Handel verbindlich, d.h. der Einzelhandel muss z.B. sicherstellen, dass der Käufer das vorgeschriebene Mindestalter erreicht hat. Erhält ein Film keine FSK-Freigabe, so gilt er als ungeprüft. Dies ist z.B. der Fall, wenn die FSK der Meinung ist, dass Gewalt in einem Maße dargestellt wird, dass eine schwere Jugendgefährung vorliegt und selbst Erwachsene beim Betrachten des Programms beeinträchtigt werden könnten und wird wie ein Titel mit "keine Jugendfreigabe" behandelt. "Keine Jugendfreigabe" wird nur dann vergeben, wenn keine einfache bzw. schwere Jugendgefährdung vorliegt. Filme, die keine Jugendfreigabe erhalten können von einer Juristenkommission geprüft werden, ob sie u.a. gegen Paragraph 131 StGB verstoßen. Diese Titel erhalten dann eine Freigabe "SPIO/JK geprüft", womit ihnen eine strafrechtliche Unbedenklichkeit bescheinigt wird.

Alle Titel, die ungeprüft sind oder aber lediglich SPIO/JK geprüft wurden, können von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien jederzeit indiziert werden. Eine Indizierung bedeutet ein bundesweites Werbeverbot, außerdem dürfen solche Titel nur noch "unter der Ladentheke" angeboten, also nicht öffentlich ausgestellt werden. Programme mit pornographischem Inhalt werden automatisch wie indizierte Titel behandelt, somit ist für diese Titel keine explizite Indizierung notwendig.

  
   

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