Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  116 Leser online

Home
Startseite
 
DVD
News
Artikel
Reviews
Filmkritiken
DVD Special

Preisvergleich

 
Games
News+Reviews
 
Heimkino
Heimkinos
FAQ & Tipps
  
Community
Newsletter
Gewinnspiel
Flohmarkt
Surflinks
 
Redaktion
Impressum
Werbung
 
     
Rubrik: Bild 
Wie schließe ich meinen DVD Player an?
von Florian Kriegel
  

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen DVD-Player an einen Fernseher anzuschließen. Der teuerste DVD-Player bringt rein gar nichts, wenn man den falschen Anschluss auswählt oder Inkompatibilitäten zwischen TV- und Abspielgerät auftreten. Es kommt aber auch darauf an, welches Modell man sein Eigen nennt, denn nicht jeder Player bietet auch alle erhältlichen Anschlüsse. Dennoch zählen wir nun erstmal alle derzeit vorhandenen Möglichkeiten auf, wie man ein Abspielgerät mit einem TV, Projektor oder Plasma anschließen kann.

- Composite / FBAS:
Dieser Anschluss ist der einfachste und leider auch der qualitativ minderwertigste, den DVD-Player zu bieten haben. Zu erkennen ist dieser an einer gelben Cinch-Buchse. Wie sich die meisten Anwender schon denken können, kann dieser Anschluss keine große Qualität bieten, da alle Signale über diesen einen Stecker übertragen werden. Der einzige Vorteil ist der, dass eigentlich jedes Bildausgabegerät diese Anschlussart verstehen sollte, doch anders als bei den meisten anderen Möglichkeiten, werden bei Composite die Farb- und Helligkeitsanteile des Bildes nicht getrennt übertragen. Wer also auf diesen Anschluss setzt, muss deutlich sichtbare Abstriche bei der Bildqualität machen, die sich durch verwaschene Farben und unscharfe Bilder bemerkbar macht.

- S-Video:
Der S-Video-Anschluss wird auch Hosidenbuchse genannt, ist klein und rund und hat mehrere Löcher für entsprechende Pins. Bei dieser Anschlussart werden die Helligkeits- und Farbanteile separat übertragen, was bereits einen sichtbaren, teils deutlichen Unterschied zum normalen Composite-Ausgang zur Folge hat. Da der Scart-Ausgang ebenfalls S-Video übertragen kann, hat der Anwender eigentlich relativ selten Nutzen von der Hosidenbuchse. Aber im Fall der Fälle, dass der Anwender zum Beispiel kein Scart mehr zur Verfügung hat, dann bietet dieser Anschluss schon eine erhöhte Bildqualität im Vergleich zum normalen Videosignal.

- YUV – Component:
Im so genannten YUV-Signal liegen die Videodaten auch auf der DVD vor. Natürlich haben die drei Buchstaben "YUV" eine Bedeutung, die sich wie folgt
zusammensetzt: Y steht dabei für Luminance/Helligkeit, U für das Farb-Differenzsignal Rot und V für das Differenzsignal Blau. Dieser Anschluss wird auch Drei-Komponenten-Ausgang genannt. Da das Bild einer DVD in diesem Signal vorliegt, hat man bei Gebrauch dieses Anschlusses logischerweise auch das bestmögliche Bild zur Verfügung. Um ein Progressive Scan-Signal zu ermöglichen, das vor allem Projektoren, aber auch einige, wenige TV-Modelle unterstützen, greift man ebenfalls auf solch einen Ausgang zurück. So wird ein nahezu perfektes Bild garantiert, auch wenn das Signal immer noch analog übertragen wird. Noch besser bzw. ein Stück perfekter, wird es höchstens noch mit der rein digitalen Schnittstelle. Den YUV-Anschluss erkennt man an drei BNC oder Cinch-Anschlüssen, die meistens die Farben Rot, Grün und Blau haben. Wie bei analogen Anschlüssen sollte der Anwender natürlich immer darauf achten, ein halbwegs hochwertiges Kabel zu benutzen, denn nur so kann auch ein hochwertiges und fehlerfreies Bild garantiert werden.

- Scart:
Der Scart-Anschluss ist der am meisten verwendete und gebräuchlichste Stecker, der bei fast allen TV-Geräten und bei allen DVD-Playern vorhanden sein sollte. Selbst billige Fernseher haben einen solchen, 21 Pins umfassenden Anschluss, da er inzwischen praktisch zum Standard geworden ist. Besitzer eines herkömmlichen TVs sollten sich für diese Methode entscheiden, wenn ihr Fernseher kein Progressive Scan beherrscht. Über Scart lässt sich mit einem guten Player ein hervorragendes Bild realisieren, da die Grundfarben separat übertragen werden können. Wichtig ist aber, dass man am Wiedergabegerät auch den Übertragungsmodus RGB aktiviert hat, denn über Scart kann zum Beispiel auch das einfache und qualitativ deutlich schlechtere FBAS-Signal übertragen werden. Außerdem ist es wichtig sicherzugehen, dass der TV den RGB-Modus unterstützt. Das sollten zwar nahezu alle TVs machen, aber gerade wenn mehrere, teilweise drei oder vier, Scart-Buchsen vorhanden sind, ist es eher typisch, das nicht alle Buchsen RGB unterstützen. Meistens bietet Scart 1 eine RGB-Übertragung, aber da dies von Modell zu Modell unterschiedlich ist, sollte der Anwender auf jeden Fall in die Bedienungsanleitung schauen. Oft muss RGB auch erst im TV-Setup aktiviert werden. Es bleibt also festzuhalten, dass die Mehrheit der Heimkino-Anwender auf Scart zurückgreifen sollte. Der große Vorteil dieses Anschlusses ist auch die Tatsache, dass neben RGB, auch das S-Video und Composite-Signal übertragen werden kann. Doch wenn möglich, sollte der Anwender stets auf RGB zurückgreifen, denn dank RGB wird ein scharfes und brillantes Bild garantiert und all diejenigen, die Scart nicht einsetzen können, weil entweder keine Buchse vorhanden sind, oder es nicht wollen, weil sie ein noch höherwertiges Signal gebrauchen können, gehören eher zur Minderheit. Dennoch wollen wir nicht vergessen, dass immer mehr Projektoren/Beamer verkauft werden, was wiederum andere Anschlusstechniken mit sich bringen kann.

- DVI:
DVI ist eine der beiden momentan erhältlichen Digital-Schnittstellen. DVI steht für "Digital Visual Interface" und kann Daten digital, aber auch analog übertragen. Einigen dürfte dieser Anschluss bereits aus der Computertechnik bekannt sein, denn dort wird DVI schon länger bei Monitoren und TFTs eingesetzt. Ist man im Besitz eines DVD-Players mit DVI-Ausgang und einem Projektor mit DVI-Eingang, so sollte man auf jeden Fall Gebrauch von diesen Anschlüssen machen. So kann man sich fast sicher sein, dass bestmöglichste Bild zu erhalten. Sicherlich ist das Bild von Equipment zu Equipment unterschiedlich, doch bei einigermaßen guter Hardware, sollte sich ein Unterschied im Gegensatz zu YUV und natürlich RGB feststellen lassen. DVD-Spieler bieten laut Vorgabe am DVI Anschluss ein digitales Signal mit HDCP-Verschlüsselung, das nur von entsprechenden Geräten wiedergegeben werden kann. Somit kann z.B. ein DVD Player an einen DVI-fähigen Beamer angeschlossen werden, normale TFT Displays mit DVI-Eingang bleiben meist schwarz. DVI kann aber kein Ton übertragen, so dass es inzwischen eine Weiterentwicklung gibt, die sich nach und nach durchsetzen wird.

- HDMI:
HDMI steht für "High Definition Multimedia Interface" und ist die Weiterentwicklung der DVI-Schnittstelle. Ziel der Entwickler war es, eine Schnittstelle zu schaffen, die Bild, als auch Ton in digitaler Qualität übertragen kann. Mit HDMI ist dies gelungen und so kann man diesen Anschluss bereits seit einigen Monaten an immer mehr Geräten vorfinden. Die ersten Geräte, die Nutzen aus dieser Technik gezogen haben, dürften wohl die noch sehr teuren Plasma-Fernseher sein. Es kommen nun aber auch immer mehr Projektoren auf den Markt, die diese Schnittstelle besitzen. Theoretisch würde es in diesem Bereich auch DVI tun, da der Projektor natürlich nichts mit dem Ton anfangen kann. Um aber nach und nach auf HDMI umzustellen und dem Kunden eine breite Palette an Anschlüssen zur Verfügung zu stellen, findet der Anwender nun bereits erste Geräte mit dieser neuen Schnittstelle. Wie bei DVI, wird auch beim neuen HDMI das Bild komplett digital übertragen. Der digitale Ton kann mit bis zu 8 Kanälen, 192KHz und 24 Bit Auflösung übertragen werden, was der größte Unterschied zum nicht Audio-fähigen DVI sein dürfte. HDMI wurde hauptsächlich entwickelt, um die Verkabelung zukunftsträchtiger Unterhaltungselektronik, wie zum Beispiel Plasma-Fernsehern, zu gewährleisten und zu vereinfachen.

Schaut man sich nun die Übersicht noch einmal an, so können wir insgesamt von sechs Anschlussarten ausgehen, die momentan zur Bildübertragung zur Verfügung stehen. Sicherlich sind für die meisten Anwender immer nur ein bis zwei Möglichkeiten interessant, doch es ist schon erstaunlich, wie viel Varianten es gibt, um einen DVD-Player mit einem TV, Plasma oder Projektor zu verbinden. Es gibt aber eine goldene Regel: Der Heimkino-Anwender sollte stets den Anschluss wählen, dem den Bildwiedergabegerät am besten gerecht wird. Das heißt also, dass an einem normalen TV idealerweise ein Scart-Kabel benutzt werden sollte, dass ein RGB Signal überträgt. Bei einem Projektor hingegen, sollte der Anwender, wenn vorhanden, auf DVI oder gar HDMI setzen, mindestens aber auf den YUV-Komponenteneingang. Achtet man auf diese Regel, so ist es fast sicher, dass man das Maximum aus seiner Hardware herauskitzelt. Letzte Feinheiten können noch durch eine genaue Justierung der Hardwareeinstellungen und durch den Einsatz halbwegs hochwertiger Kabel erzielt werden.

  
   

Zurück