Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  115 Leser online

Home
Startseite
 
DVD
News
Artikel
Reviews
Filmkritiken
DVD Special

Preisvergleich

 
Games
News+Reviews
 
Heimkino
Heimkinos
FAQ & Tipps
  
Community
Newsletter
Gewinnspiel
Flohmarkt
Surflinks
 
Redaktion
Impressum
Werbung
 
     
Rubrik: Allgemein 
Was ist eine UMD?
von Florian Kriegel
  

Das Kürzel UMD steht für "Universal Media Disc" und ist ein von Sony entwickeltes Format, das momentan ausschließlich in Sonys Handheld-Konsole "PSP" (Playstation Portable) zur Anwendung kommt. In Japan und Amerika dürfte UMD bereits ein gängiger Begriff sein und auch in Europa wird man diese drei Buchstaben bald immer öfter hören, spätestens dann, wenn die "Playstation zum Mitnehmen" auch hierzulande veröffentlicht wird.

Die Entwicklung der 6,5cm langen und breiten Disc war offensichtlich ein notwendiger Schachzug, um die kleine Multimediamaschine, die hauptsächlich zum Spielen für unterwegs oder zuhause gedacht ist, mit einem leistungsstarken Medium zu versorgen. Leistungsstark deshalb, weil die UMD sowohl die Spiele beherbergen kann, als auch als Video- bzw. Audiodatenträger dient. Während die Zukunft von eventuellen Musik-UMDs noch in den Sternen steht, sind bereits zahlreiche aktuelle, als auch etwas ältere Filme für die PSP angekündigt.

Die UMD sieht aus wie eine Mini-CD, die in einer Art Caddy steckt, um sie vor groben Schäden zu schützen. Technisch ist sie mit einer DVD durchaus vergleichbar, da sie zwar nur einseitig bespielbar ist, dafür aber zwei Schichten beinhaltet und insgesamt großzügige 1,8 Gigabyte fassen kann. Nun werden sich einige Leute denken, dass das für einen Film doch viel zu wenig ist, doch die Filme werden mit einem modernen Mpeg4-Codec namens "AVC" codiert, das auch als H.264 von Apple bekannt ist. Außerdem werden die Filme ohne Extras ausgeliefert, sodass auch dort einiges an Platz eingespart werden kann. Zwar werden die Filme nur mit der PSP-typischen Auflösung von maximal 480 x 272 Pixeln wiedergegeben, auf dem Medium selbst sind die Filme aber in 720 x 480 Pixeln abgespeichert, was dem NTSC-Format auf DVDs entspricht und somit verdeutlicht, dass die UMD qualitativ durchaus ebenbürtig ist. Aber auch ansonten hat die UMD etwas mit der DVD gemeinsam, nämlich den Region Code. Während sämtliche Spiele weltweit ohne einen solchen Code ausgestattet werden, hat Sony einen solchen Landescode für Film-UMDs vorgesehen. Um keine weitere Verwirrung zu stiften, werden die von der DVD bekannten Region Codes 1:1 übernommen, sodass amerikanische RC1 UMDs auf keinem europäischen oder japanischen RC2 PSP funktionieren werden. Bislang sind die UMDs nur für die PSP vorgesehen, doch Sony hat auch schon darüber nachgedacht, dass Format für ähnliche Geräte umzusetzen, sodass in Zukunft vielleicht noch weiterer Nutzen dadurch entsteht.

Neben dem modernen Mpeg4-Codec wird außerdem Sonys Atrac3plus-Codec unterstützt, der bis zu 256 Kbit/s verarbeiten kann. Angeblich ist die Qualität von einem mit 64 Kbit/s codierten Atrac3plus-Lied vergleichbar mit einer 128er Codierung des bekannten MP3-Formats. Audio-UMDs könnten darüber hinaus auch als unkomprimiertes PCM-Format realisiert werden. Haupteinsatzgebiet wird aber vorerst das Speichern der eigentlich für die PSP interessanten Spiele sein und eben die erwähnten Filme, von denen bereits einige, darunter "Hellboy", "Spider-Man 2" und "Kill Bill Vol. 1", erschienen sind. Film-UMDs bieten ähnliche Features wie DVDs, darunter zum Beispiel ein animiertes Hauptmenü, mehrere Sprachen und Untertitel. Ob die UMD tatsächlich an DVD-Qualität herankommt lässt sich nicht wirklich bewerten, denn die auf der PSP zum Teil sichtbaren Nachzieheffekte können auch Resultat des nicht schlierenfreien Displays sein. Audiotechnisch werden die Filme außerdem nicht im 5.1-Format gespeichert, was aufgrund fehlender Unterstützung seitens der PSP auch überflüssig wäre.

Zunächst wird die UMD also hauptsächlich für Sonys PSP eingesetzt werden und ob zukünftig auch andere Geräte von dem Medium profitieren werden, wird der Erfolg von der PSP, als auch vom Verkauf der passenden Film-UMDs zeigen. Auf den ersten Blick scheinen die eingesetzte Technik (Mpeg4) und die durchaus gut anmutende Qualität aber sehr interessant zu sein, sodass wir sicher noch einiges von Sonys neuem Mini-Format hören werden.

  
   

Zurück