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Rubrik: Projektor 
Welche Beamer eignen sich für das Heimkino?
von Christian Bartsch
  

Bereits vor der erfolgreichen Einführung der DVD waren Heimkinos durchaus anzutreffen, wenngleich seltener und technisch einfacher bestückt. Dabei gehört zu großem Kino vor allen Dingen großes Bild, ein Umstand, der immer mehr Heimkinofans dazu verführt, einen Beamer in das heimische Wohnzimmer zu holen. Doch kein Gebiet ist so groß, umfangreich und am Anfang sehr schwer zugänglich, wie die Großbildprojektion. Daher hier für den Anfang ein paar allgemeine Informationen...

Beamer-Typen: Es gibt, anders als im Bereich Fernsehen, diverse verschiedene konkurrierende Systeme. Während beim Fernsehen klar die Röhre die Nase vorn hat, so gibt es im Bereich Projektion mindestens drei Vertreter, die immer wieder genannt werden: Röhre (auch CRT genannt), LCD und DLP.

Bei der Röhre handelt es sich um das klassische Verfahren, so wie es auch bei den meisten Fernsehern eingesetzt wird. Anders als beim Fernseher wird für die Projektion allerdings keine Röhre mit drei Farben in einer Phosphorschicht genutzt, sondern die Geräte verfügen über drei Röhren, die jeweils ein Bild in einer der Grundfarben Rot, Grün und Blau (also RGB) erzeugen. Durch entsprechende Optiken werden die drei Bilder auf der Leinwand (korrekt: Bildwand) wieder zu einem Bild kombiniert. Diese Justage ist zeitraubend und mühselig und vor allen Dingen meist auch temperaturabhängig. Daher setzen meist nur absolute "Freaks" Röhrengeräte ein. Vom Bild her lohnt sich jedoch der Aufwand. Kein anderes System erzeugt gleichwertig gute Bilder mit so satten und knackigen Schwarzwerten wie im Kino. Leider kosten Röhrengeräte auch heute noch gleich mehrere Monatsgehälter "normaler" Menschen. Auch das Gewicht ist nicht ganz ohne: oftmals wiegen die Kollosse des Heimkinos 40 Kilo und aufwärts.

Leichter, praktischer und handlicher sind LCD und DLP Projektoren. Auf beide entfällt ein Großteil der heute eingesetzten Geräte in Heimkinos, selten findet man auch DILA Geräte, die abschließend noch kurz erwähnt werden sollen. Das beste Bild liefern momentan (hierüber kann man streiten, muss man aber nicht) die DLPler. DLP steht für Digital Light Processing, wobei es sich übrigens auch gleich um ein Trademark der Firma Texas Instruments handelt. Im Inneren dieser Geräte befindet sich eine Lichtmaschine, die es in sich hat. Eine starke Lampe (in der Regel um die 250 Watt) erzeugt einen Lichtstrom, der auf einen kleinen Chip gelenkt wird. Auf der Oberfläche dieses Chips befinden sich hunderttausende kleine Spiegel, ein Spiegel für jeden Bildpunkt. Doch wie wird die Farbe erzeugt? Nun, entweder der Hersteller verwendet drei solcher Chips (was den Preis leicht in die Höhe eines Mittelklassewagens treibt) oder er wirft die Bilder nacheinander an die Wand, in dem das Bild zusätzlich noch ein Farbrad passieren muss. Dieses rotiert vor der Optik, so dass auf der Bildwand pro Filmbild drei Bilder nacheinander gezeigt werden - ein rotes, ein grünes und eben ein blaues. Um einen Bildpunkt auszuschalten, lenkt der entsprechende Spiegel das Licht so um, dass es im Gehäuse des Geräts geschluckt wird. Um einen Bildpunkt nicht mit voller Intensität zu zeigen, wird die Dauer der Projektion variiert. DLPs erreichen somit einen sehr guten Schwarzwert (Licht das nicht auf die Leinwand gehört, wird im inneren des Gehäuses geschluckt) und eine hohe Lichtleistung, was insgesamt zu einem meist guten Kontrast führt. Empfindliche Zuschauer nehmen bei Geräten mit Farbrad selten den sogenannten Regenbogeneffekt wahr.

LCD Projektoren sind gegenüber DLP meist günstiger, weil die verwendete Technik nicht so aufwendig ist. LCD Projektoren arbeiten ähnlich den bekannten TFT Displays auf dem Schreibtisch. Sie verwenden allerings eine lichtstarke Lampe und eine Optik, um das Bild zu transportieren. Im inneren des Displays arbeiten drei LCD Panele. Jedes Panel ist für eine der drei Grundfarben zuständig. Das Objektiv wirft letztlich das kombinierte Bild aller drei Panele deckungsgleich auf die Bildwand. Aufgrund der Bauweise wird dort meist das feine Raster zwischen den einzelnen Bildpunkten sichtbar. Auch der Schwarzwert ist hier meist nicht so optimal, wie bei einem DLP Projektor. Dies ist darin begründert, dass das Licht zunächst durch drei Panele geht und dann addiert wird. Da jedes Lichtventil im geschlossenen das Licht nicht 100% schluckt, entsteht unschönes Restlicht. Schwarze Bereiche auf der Leiwand sind dadurch meist nicht schwarz, sondern nur dunkelgrau. Allerdings erreichen moderne Geräte bereits einen Schwarzwert, der auch für das Heimkino geeignet ist und schlechten DLPlern mühelos Konkurrenz macht.

Generell gilt: sofern Platz und der Enthusiasmus gegeben sind, und der Geldbeutel mitmacht, ist CRT - also die Röhre - die beste Wahl. Ist das "Heimkino" kleiner, bieten sich DLP und LCD an. DLP hat meist ein wenig die Nase vorn, wenngleich die aktuellsten Geräte der LCD Reihe DLP gefährlich nahe kommen. Aktuelle Geräte untersützen bereits HDTV, den kommenden Fernsehstandard.

In jedem Fall sollte beim Kauf eines solchen Geräts vorher bei einem Händler probegeschaut werden. Besonders wichtig ist die Auslegung auf die Projektion von Video, Daten- oder Präsentationsgeräte eignen sich meist nicht.

  
   

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