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Rubrik: Allgemein 
Diese DVD ist kopiergeschützt!
von Christian Bartsch
  

Viele Anwender sind verunsichert. Welche Kopierschutzmechanismen gibt es für DVDs und wie wirken sich diese auf die Wiedergabe aus?

Zunächst einmal gilt: anders als die Audio CD hat man die DVD bereits mit Kopierschutz konzipiert. Eine kopiergeschützte DVD ist also nicht per se schlecht oder beeinträchtigt die Wiedergabe. Prinzipiell gibt es zwei wichtige Schutzmechanismen, die der DVD mit in die Wiege gelegt wurden.

Der erste Kopierschutz nennt sich CSS, was die Kurzform von "Content Scrambling System" darstellt. Eine normale DVD lässt sich nämlich, anders als eine Audio CD, als reiner Datenträger betrachten. Das heisst, dass alle Daten auf einer DVD Video in Form von Dateien liegen, die man sehen kann, sobald man den Datenträger in einen Computer mit DVD ROM Laufwerk einlegt. Damit wäre es prinzipiell möglich gewesen, den Inhalt einer DVD auf die Festplatte zu kopieren und somit eine 1:1 Kopie, wenngleich nur auf dem heimischen PC zu erzeugen. Dem wollte man aber vorbeugen, weshalb CSS erfunden wurde. Dabei werden die Dateien auf der DVD verschlüsselt, eine Wiedergabe ist nur möglich, wenn der Player den richtigen Code kennt. Kopiert man die Daten hingegen von der DVD auf die Festplatte, sieht man bei anschließender Wiedergabe nur noch Datenmüll. Der Schlüssel zu den Daten befindet sich nämlich in Sektoren der DVD, die einem ROM Laufwerk nicht zugänglich sind. Nur ein DVD Player kann den Schlüssel von der DVD lesen und die Daten wiedergeben. Schaut man DVDs am PC an, so muss das Abpielprogramm den Schlüssel von Hause aus mitbringen und den bekommt die Herstellerfirma wiederum nur, wenn sie sich verpflichtet, die Daten gegen eine digitale Speicherung zu schützen.

CSS beeinträchtigt die Wiedergabe einer DVD in keinster Weise. Seit der Neuregelung des Urheberrechts Mitte 2003 ist das Umgehen von CSS, die Verwendung von Tools verboten und somit strafbar. Nötig sind diese Programme für die Wiedergabe einer DVD übrigens nicht - denn jede Software bringt die Schlüssel für den Originaldatenträger ja bereits mit.


Der analoge Kopierschutz der DVD nennt sich Macrovision, benannt nach dem gleichnamigen Hersteller. Macrovision ist vielen bereits von der guten alten VHS Cassette bekannt, bei der Macrovision die Kopie von VHS auf VHS unterbinden sollte. Bei Macrovision wird bei der Herstellung der DVD nur ein sogenanntes Flag gesetzt, das der Wiedergabe der DVD den eingebauten Macrovision-Generator einschaltet, der dann Störsignale in das Bild einsetzt. Auch dieser Schutz ist seit der Erfindung der DVD an Bord, wenngleich er nicht ganz unumstritten ist. Einige weniger Fernseher stören sich nämlich an dem Signal und reagieren mit verminderter Bildqualität. Für diesen Zweck sind diverse Mdofikationen je nach Gerät verfügbar mit denen der Generator im Gerät permanent abgeschaltet werden kann.


Wirklich neu sind die "neuen" Kopierschutzmethoden, wie sie z.B. auf einigen DVDs der Reihe aus der Augsburger Puppenkiste (hergestellt von OK media) zu finden sind. Hier ist ein Teil der DVD absichtlich defekt, allerdings befinden sich in den defekten Sektoren keine Nutzdaten. Beim Abspielen der DVD werden diese Sektoren durch einen Befehl in der Steuerung übersprungen, der Anwender merkt davon nichts. Lediglich beim Versuch, eine Kopie dieses Datenträgers anzufertigen, machen sich die defekten Sektoren bemerkbar. Ob und wie sich dieser Kopierschutz durchsetzen kann, ist fraglich. Fakt ist, dass bereits wenige Tage nach Erscheinen bereits Aktualisierungen für die (illegalen) Kopierprogramme verfügbar waren.

Es bleibt abzuwarten, wie sich das Thema Kopierschutz auf der DVD entwickeln wird. Dass nicht alle Neuerungen gut sind, haben diverse Un-CDs bewiesen, die auch beim ehrlichen Käufer streiken und ihren Dienst im CD-Wechsler oder 2.000-Euro-DVD-Player verweigern...

  
   

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