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Rubrik: Allgemein 
Der DVD-Nachfolger
von Stefan Paulmayer
  

Auch wenn Vieles noch unsicher ist - eines steht fest: der offizielle DVD-Nachfolger wird wahrscheinlich innerhalb der nächsten zwölf Monate präsentiert werden. Der wesentliche Vorteil des Nachfolgers wird in der erheblich höheren Auflösung liegen, die es bislang nur über HDTV zu sehen gibt. Bislang stehen sich noch zwei Formate gegenüber, jeweils unterstützt von verschiedenen Hardware- und Software-Firmen. Das eine Format wurde federführend vom Sony-Konzern entwickelt und trägt den Namen Blu Ray-Disc. Zu den Unterstützern auf der Software-Seite zählen Sony Pictures, MGM und Buena Vista. Andererseits steht die HD-DVD in den Startlöchern, vorangetrieben vor allem von der Firma Toshiba und ihr nahestehenden Konzernen. Unterstützt wird die HD-DVD von den Studios Warner Home Video, Paramount und Universal. Diese haben auch bereits die ersten HD-DVDs für Ende 2005 angekündigt.

Generell muss gesagt werden, dass beide Formate im Grunde die gleichen Codecs beherrschen (müssen) - so muss der offizielle DVD-Nachfolger den Windows Media 9-Codec beherrschen, MPEG4 und auch H.264, der wohl der meist verwendete Codec bei der Übertragung von HDTV werden dürfte. Auf der Tonseite muss der DVD-Nachfolger neben Dolby Digital und DTS auch die jeweils erweiterten Varianten wiedergeben können, die theoretisch eine Vielzahl diskreter Kanäle ermöglichen würden, sodass z.B. auch ein "Deckenkanal" über dem Hörplatz möglich würde.

Da sowohl Sony, als auch Toshiba ein Interesse haben, als DVD-Nachfolger zu gelten, beherrschen natürlich beide Formate jeweils alle Codecs, sodass es rein theoretisch zwei DVD-Nachfolger geben könnte. Bevor wir auf die Aussichten in der Zukunft eingehen, gibt es aber erst einen kurzen Überblick über die Vor- und Nachteile beider Formate.

Die HD-DVD fasst etwa 30 GB und ähnelt insgesamt der DVD mehr als die Blu Ray-Disc. Die Produktion von HD-DVDs wäre günstiger, da sich bestehende Produktionsstraßen relativ einfach auf die HD-DVD-Produktion umrüsten ließen. Der wesentliche Nachteil der HD-DVD besteht im Fassungsvermögen von 30 GB. Zwar mag das auf den ersten Blick nach viel aussehen - die Blu Ray-Disc von Sony gibt jedoch ganzen 40-50 GB ein zuhause. Somit würde die Blu Ray-Disc einen nicht zu unterschätzenden Vorteil beim Speicherplatz bieten. Die Nachteile der Blu Ray-Disc liegen bei den Kosten. Produktionsstraßen müssten neu errichtet werden, was unter Umständen die Kosten nicht unwesentlich erhöhen könnte. Andererseits gilt die Blu Ray-Disc als empfindlicher und daher anfälliger für Kratzer. Dieses Problem soll aber weitgehend im Griff sein, sodass es höchstwahrscheinlich doch keine Cardridge geben wird, in der sich die Discs befinden müssten.

Soweit die Ausgangslage. Zur Zeit sind die Vorteile wohl bei der HD-DVD - nicht nur, dass Ende des Jahres bereits die ersten HD-DVDs veröffentlicht werden sollen (natürlich erst einmal nur in den USA), es wurde auch bereits der erste HD-DVD-Rekorder vorgestellt, der Ende 2005, Anfang 2006 auf den Markt kommen soll. Damit setzt die HD-DVD die Blu Ray-Disc unter Zugzwang.

Insgesamt gibt es zur Zeit im Wesentlichen drei Szenarien. Das erste Szenario ist für die Kunden wahrscheinlich das schlechteste. Hierbei würde es beide Formate geben, die nebeneinander existieren und gegebenenfalls auch doppelte Hardware nötig machen würden. Ein Ausweg bei diesem Weg wären Kombi-Player - ähnlich den SACD/ DVD-Audio-Playern Da aber auch die Firmen diese Variante nicht wirklich wollen, eröffnet sich seit kurzem die Möglichkeit zweier weiterer Varianten. Zum einen könnte eine der beiden Firmen auf ihr Format verzichten und dem jeweils anderen den Vorzug geben. Wie wahrscheinlich das ist, lässt sich schwer einschätzen, da auf beiden Seiten erhebliche Investionen getätigt worden sind und auch die Frage des Prestiges nicht zu unterschätzen ist. Eine mögliche Lösung: die "Sieger-Disc" könnte sich an das andere Format annähern. Der dritte Weg wäre, dass beide Hardware-Konsortien ein völlig neues Format entwickeln. Der dritte Weg würde die Einführung eines DVD-Nachfolgers aber sicher stark verzögern.

Ganz sollte man die Blu Ray-Disc aber nicht abschreiben. Sony ist ja für seine Hartnäckigkeit bekannt, andererseits wird die "PS3" eventuell mit der Blu Ray-Disc arbeiten, was den Massenmarkt erreichbar machen könnte.

Welche Format sich auch immer durchsetzen wird - der Konsument wird irgendwann mit dem DVD-Nachfolger konfrontiert werden. Will der Konsument dann von der höheren Auflösung von HDTV profitieren, wird er sich zwingend ein HDTV-Panel oder einen entsprechenden Projektor anschaffen müssen. Bis es soweit ist, wird der sich der finanzielle Schock aber wahrscheinlich in Grenzen halten. Und auch die bestehende DVD-Sammlung muss nicht weggeschmissen werden - es gilt als sicher, dass das zukünftige Format abwärtskompatibel sein wird.

  
   

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