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Rubrik: Ton 
Tonformate Direktvergleich
von Lasse Hambruch
  

Mono
Das Mono Tonformat ist das schlichteste, was es gibt. Es besteht aus nur einem Kanal und kann auf zwei verschiedene Weisen übertragen werden. Entweder wird es über eine Leitung transportiert (Dolby Digital 1.0), oder aber es wird als Stereosignal übertragen (Dolby Digital 2.0), wobei beide Kanäle ein identisches Signal wiedergeben. Bei Dolby Digital 1.0 kommt das Signal, sprich der Ton, nur aus dem Center Lautsprecher. Bei Dolby Digital 2.0 kommt aus den beiden Frontlautsprechern rechts und links das identische Signal.

Stereo
Der Begriff "Stereo" ist in der Heimkinowelt ein weiter Begriff. Das Stereosignal kann ein ganz normales, zweikanaliges Signal beinhalten, welches über die Frontlautsprecher links und rechts wiedergegeben wird, oder aber schon ein mehrkanaliges, wie es zum Beispiel bei Dolby Surround der Fall ist. Der Verstärker erkennt dies, wenn im Datenstrom das Dolby Surround Flag gesetzt wurde. Analog dazu ergibt sich, dass ein Dolby Surround Signal immer abwärts zu "Stereo" kompatibel ist. Jedes Medium, dass ein Dolby Surround Signal erfassen kann, ist somit auch in der Lage, ein Stereosignal zu erfassen und wiederzugeben. Nur ein Dolby Surround Decoder, der in das Stereosignal integriert wurde, ist in der Lage, aus den zwei Kanälen den 4 Kanal Sound, sprich Dolby Surround zu erzeugen.

Dolby Surround
Dolby Surround ist schon ein älteres Tonformat. Trotzdem hat es den Heimkinoton revolutioniert. Die exakte Bezeichnung lautet Dolby Surround – Pro Logic. Dolby Surround ist ein Zwei-Kanal-System( siehe "Stereo"), in das, mittels einer Matrix Codierung, zusätzliche Kanäle integriert wurden. Diese sind der Center Kanal und der Rear Kanal. Dolby Surround besteht also aus folgenden vier Kanälen: Front links, Front rechts, Center und dem Rear Kanal. Der Rear Kanal kann jedoch nur einen begrenzten Frequenzbereich erfassen (100Hz - 7.000Hz). Der Subwoofer hat hier, im Gegensatz zu Dolby Digital (siehe Dolby Digital), keinen eigenen Kanal.
Das Aufspalten der vier Kanäle funktioniert folgendermaßen: Der Dolby Surround Decoder vergleicht beide Eingangssignale und stellt fest, welche Signale identisch sind. Der identische Teil (Mono-Anteil) wird auf den Center Kanal gelegt. Nun teilt der Surround Decoder das übrige Signal erneut auf. Alles, was in den Kanälen gegenphasig enthalten ist, wird nun auf den Rear Bereich gelegt. Die übrigen Informationen werden jetzt noch auf den beiden Frontkanälen Front rechts und Front links verteilt. Die Nachteile dieses Formats liegen jedoch eindeutig in seiner Ungenauigkeit. Es lässt sich leider nicht vermeiden, dass des öfterenTonfragmente falsch zugeordnet werden und es dadurch von der räumlichen Aufteilung her nicht mehr stimmig ist. Ebenso ist es nicht möglich, dass die beiden Frontkanäle ein gleiches Signal übertragen, da der Decoder dies als Monosignal wahrnehmen würde und der Ton dann automatisch dem Center Kanal zugeordnet werden würde.
Die Übertragungsmöglichkeiten für das Signal sind durchaus unterschiedlich. Ein digitales PCM (siehe PCM) oder ein MPEG 1 Signal (siehe MPEG) kann ebenfalls das Dolby Surround Signal enthalten. Wie das Stereo Signal bestehen beide aus zwei Kanälen und können somit das Signal transportieren. Die Dolby Digital Spur ist ebenfalls abwärtskompatibel zu Dolby Surround.

Dolby Pro Logic 2
Dolby Pro Logic 2 ist ein recht neues Tonformat, dass zur Aufbereitung der Mono-, Stereo- und Dolby Surround Signale entwickelt wurde. Es gibt zwei Wiedergabemöglichkeiten: PL 2 "Movie" und PL 2 "Music".
"PL 2 Movie" basiert auf einem Zwei-Kanal-Signal, welches daraus, mittels einer Matrix Codierung, den räumlichen Klang erzeugt. Jedoch ist es Dolby gelungen, entscheidende Verbesserungen im Gegensatz zu Dolby Surround Pro Logic zu erzielen. Die Wiedergabe auf den Rear Kanälen umfasst jetzt auch den vollen Frequenzumfang und nicht nur wie bisher 100Hz - 7.000Hz. Lag das Rear Signal bei Dolby Surround Pro Logic noch in Mono vor, so ist es bei Pro Logic 2 ein Stereo-Signal, was den räumlichen Klang entscheidend verbessert.
"PL 2 Music" funktioniert an sich genau gleich, ist aber für den Einsatz im Musikbereich gedacht. Hier kann man, je nach Decoder, durch die Funktionen Center Width (Ausdehnung des Center Signals), Panorama (Stereo) und Dimension Control (Darstellung der Räumlichkeit) den Ton nach individuellen Wünschen anpassen.
Letzten Endes sind beides keine richtigen Tonformate, sondern eher speziell entwickelte Klangprogramme von Dolby.

Dolby Digital und DTS
Diese beiden Tonformate waren ein Quantensprung im Bereich des Heimkinos. Sie bieten erstmals die Möglichkeit, mehrere Kanäle völlig individuell (diskret) anzusteuern (bei Dolby Digital bis zu 6, bei DTS bis zu 8 Kanäle). Jeder Kanal beinhaltet den vollen Frequenzumfang (20Hz - 20.000Hz). Der Subwoofer-Kanal (L.F.E. Kanal) wird jedoch nur im Frequenzbereich zwischen 20Hz - 120Hz angesteuert. Durch diese diskrete Ansteuerung jedes einzelnen Kanals wird hier ein höchstes Maß an Kanaltrennung erreicht, sodass ein perfekter, räumlicher Eindruck entsteht. Dadurch kann es auch nicht zu einer falschen Zuordnung von einzelnen Tonfragmenten kommen, wie das noch bei Dolby Surround der Fall war. Dolby Digital und DTS sind heute, sowohl im Kino-, als auch im Heimkinobereich, die Standardtonformate.

SDDS
SDDS (Sony Dynamik Digital Sound) kommt nur im Kino zum Einsatz, da Sony dieses System nie im Heimkino etabliert hat. Es kann aus bis zu acht Kanälen bestehen, die alle das selbe Klangspektrum wie die Dolby Digital Kanäle haben (20Hz - 20.000Hz). Diese sind: Front links, linker Center, Center, rechter Center, Front rechts, Rear links, Rear rechts, Subwoofer. In der Regel werden die meisten Filme in SDDS auch nur im 6-Kanalton abgemischt. Hierbei entfallen dann linker Center und rechter Center. Die SDDS Tonspur ist an den äußeren Rändern der Kinorolle aufgespielt und wird mit einem speziellen Gerät abgetastet. Der größte Nachteil an SDDS sind die sehr hohen Anschaffungskosten. Da an Lautsprecher und Verstärker erhöhte Anforderungen gestellt werden und man diverse Zusatzgeräte (spezieller Reader, Decoder) benötigt, ist es nur für wenige Kinos rentabel, dieses System zu installieren.

  
   

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