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Rubrik: Troubleshooting 
Lösen sich DVDs auf?
von Christian Bartsch
  

DVDs sind, wie alle anderen Datenträger auch, einem Alterungsprozess unterworfen. Dabei sind "einache" DVDs, auch DVD5 genannt, am robustesten. Sie bestehen nur aus einer Produktionsschicht und sind mit dem Aufbau einer CD vergleichbar. DVD9 und DVD18 hingegen sind sogenannte Dual Layer Formate. Eine DVD9 besteht aus zwei Schichten, eine DVD18 sogar aus vier Schichten. Bei Dual Layer Discs müssen beide Schichten sehr genau verklebt werden, sonst entsteht eine Unwucht. Darüber hinaus muss der Klebefilm eben sein, damit nicht aus Versehen Luftblasen mit verklebt werden, die zu Abspielproblemen führen. Besonders am Innenring einer DVD lässt sich jedoch immer wieder feststellen, dass unsauber gearbeitet wird - für ein Massenmedium ist dieses Vorgehen übrigens nicht ungewöhnlich.

Auch wenn Discs mit Klebeproblemen am Innenring zunächst funktionieren, können auf Dauer Probleme auftreten. Durch die mechanische Beanspruchung des Innenrings bei der Entnahme aus der Verpackung können Teile des Innenrings wegbrechen, falls dieser nicht sauber verklebt ist. Bei problematischen Discs sollte man daher bei der Entnahme besonders vorsichtig sein. Aber auch die Luft kann für DVDs gefährlich werden, da die Metallschicht in der Disc oxidieren kann, wenn sie mit Sauerstoff in Kontakt kommt. Ist der Kleber nicht richtig "dicht" und gibt es kleinere Lufteinschlüsse, so können über die Zeit hinweg Oxidationsprozesse stattfinden, die Disc "rostet". Allerdings sind DVDs noch nicht lange genug am Markt, um hier eindeutige Aussagen treffen zu können. DVDs dürften auf jeden Fall wesentlich robuster sein, als Laserdiscs, bei denen dieser Effekt unter der Bezeichnung "Laser Rot" zu trauriger Berühmtheit bei Heimkinofans führte. Laserdiscs neigen aufgrund ihrer Größe und dem verwendeten Material sehr leicht dazu, "Luft zu ziehen".

Bei DVDs sind bisweilen noch nebelartige Niederschläge auf den Discs zu beachten, hiervon betroffen waren z.B. die Erstauflagen von "Das Schweigen der Lämmer" und ein Roboterfilm mit Arnold Schwarzenegger, der hier aufgrund der Bevormundungsvereinigung von Erwachsenen in Deutschland (sprich: Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) nicht namentlich genannt werden darf. Bei diesen Produkten sorgten besonders luftdiche Verpackungen (DigiPaks) in Verbindung mit einem Lösemittel für den genannten Niderschlag auf den Discs. In seltenen Fällen war sogar eine Aufweichung der Verklebung zwischen den Schichten der DVD auszumachen, die damit tatsächlich unbrauchbar wurden. Eine DVD mit nebeligem Niederschlag lässt sich jedoch ansonsten recht leicht wieder reinigen: ein wenig Spülmittel oder ein milder Glasreiniger und ein weiches, staubfreies Tuch lassen die DVD wie neu aussehen. Vorsicht: Discs immer von innen nach außen, nicht radial reinigen! Für unsere amerikanischen Leser: nein, legen Sie die Disc zum Trocknen bitte nicht in die Mikrowelle - vielen Dank.

Bisweilen hört man in einschlägigen Foren immer wieder von unbeliebten Rissen im Innenring der DVD. Diese werden oft von zu harten Halterungen verursacht, die die DVD "aufsprengen" oder aber die noch recht weiche DVD nach der Produktion unter Spannung setzen, so dass diese bei der ersten Entnahme plötzlich reißt. Auffällig ist, dass besonders Verpackungen der Marke Amaray die Disc dermaßen gut halten, dass man versucht ist, sie herauszumeißeln. Um dauerhafte Schäden an den Discs zu vermeiden, empfehlen wir, die Halterungen mit einer handelsüblichen Nagelfeile leicht anzufeilen. Doch vorsicht: wird zuviel gefeilt, halten die Discs auf der Halterung nicht mehr.

  
   

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