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Rubrik: Bild 
Bildformate
von Florian Kriegel
  

Seit dem die DVD-Technik für den Heimanwender erschwinglich geworden ist, darf sich dieser über Heimkino-Feeling für zuhause freuen und die Original-Bildformate aus dem Kino genießen, die sich durch eine hohe Breite auszeichnen. Angefangen beim Faktor 1,78:1, ragt die Messlatte bis zu Formaten mit dem Bildverhältnis 2,35:1, das so genannte Cinemascope-Format, das zusammen mit dem Format 1,85:1 am häufigsten in der Film- und Kinowelt vorzutreffen ist. Natürlich gibt es viele Ausnahmen und so kann man nicht pauschal sagen, dass alle Kinofilme ein und dasselbe Format hätten. Ein gutes Beispiel für solche Ausnahmen ist sicherlich der Film "Ben Hur", der im untypischen Format 2,70:1 gedreht wurde und dadurch außergewöhnlich dicke 16:9-Balken aufweist. Letztendlich entscheidet meist der Regisseur über das verwendete Bildformat. Steven Spielberg nutzte z.B. bei "Minority Report" das Format 2,40:1, bei "Der Soldat James Ryan" entschied er sich dagegen für 1,85:1, wodurch bereits die große Variabilität an Formaten sichtbar wird.

Aus dem TV-Bereich und von Videos kennt man hauptsächlich das typische 4:3- bzw. 1,33:1-Format, das damals auch in den Kinos vertreten war, dort aber letztendlich durch ein breiteres Bild abgelöst wurde. Der eigentliche Grund dafür war, dass das Kino im Gegensatz zum normalen Fernsehen einen technischen Vorsprung bieten musste und als eine Art Kampfansage wuchs die Leinwand in Größe und vor allem Breite. Die Menschen hatten dadurch wieder einen Grund ins Kino zu gehen, um die neuen Dimensionen zu erleben und dank der DVD und der Tatsache, dass sich die größeren und breiteren 16:9-Fernseher inzwischen stark verbreitet haben, darf sich der Heimkino-Fan nun über eine kinoähnliche Atmosphäre im heimischen Wohnzimmer freuen. Musste man vor einigen Jahren noch mit dem 4:3-Fomat vorlieb nehmen und teils sehr dicke, schwarze Balken im Bild ertragen, hat die augenfreundlichere 16:9-Technologie diese Mängel behoben und ein neues Kinoerlebnis für Heimanwender ermöglicht.

Heutzutage liegen nahezu alle Filme "anamorph" auf DVD vor, sie nutzen also speziell den Vorteil moderner 16:9-Fernseher. Ein TV-Bild wird aus vielen hundert horizontalen und vertikalen Bildzeilen aufgebaut und DVDs mit einem anamorphen Bild bieten mehr horizontale Linien, nämlich bis zu 579, im Gegensatz zu einem nicht-anamorphen 4:3-Bild, mit nur 432 Zeilen.
Ist man in Besitz eines Breitbild-Fernsehers, bzw. eines 4:3-Fernsehers mit 16:9-Umschaltung und hat man seinen DVD-Player im Setup-Menü auf "16:9" eingestellt, dann passt sich ein anamorphes Bild automatisch an das breitere 16:9-Format an, ohne dass das Bild dabei an Schärfe und Brillanz verliert. Diesen Vorteil bieten 4:3-Bilder nicht, da man sie manuell auf die volle Größe des Breitbild-Fernsehers zoomen muss, sich dabei aber die Auflösung (432 Zeilen) nicht erhöht und so sichtbar an Schärfe und Qualität verloren geht.
Ein anamorphes Bild sieht im Vergleich zu einem 4:3-Breitbild, auch Letterboxed in der DVD-Welt genannt, also immer schärfer aus, wenn man einen 16:9-Fernseher, bzw. einen 4:3-TV mit 16:9-Umschaltung nutzt, da es eine höhere Auflösung (max. 579 Zeilen) bietet.

Nimmt man es sehr genau, dann entspricht eigentlich nur der Faktor 1,78:1 dem 16:9-Format. Allerdings nehmen es die meisten DVD-Nutzer nicht so genau und zählen auch andere Kinoformate, wie z.B. 2,35:1, zum 16:9-Format, wodurch es dem Endanwender leichter gemacht wird die ganzen technischen Begriffe zu interpretieren. Spielt man DVDs mit einem Format jenseits von 1,78:1 ab, hat man auch bei 16:9-Fernsehern immer noch mit schwarzen Balken im Bild zu kämpfen. Das liegt einfach daran, dass eben ein Breitbild-TV dem "echten" 16:9-Format von 1,78:1 entspricht, Cinemascope-Filme (2,35:1) dagegen aber noch breiter sind und so kann es in Extrem-Fällen, wie z.B. "Ben Hur", vorkommen, dass man noch relativ dicke Balken erkennt. Das ist aber normal und immer noch besser als jedes 4:3-formatige Bild.

Ist auf der DVD kein anamorphes Bild vorhanden, so handelt es sich fast immer um Letterboxed-Formate. Das bedeutet, dass zwar 16:9-Balken vorhanden sind und es sich auch um ein Breitbild handelt, allerdings ist dies nicht anamorph und verliert so bei der Nutzung von Breitbild-TVs an Schärfe und Brillanz, da es nicht so hochauflösend ist wie anamorphe Bildtransfers.

Ist man allerdings kein Besitzer eines modernen 16:9-Fernsehers, so gibt es eine Möglichkeit bei 4:3-Geräten die, für manche Zuschauer, nervenden schwarzen Balken zu verbannen. Bei der "Pan&Scan-Funktion" wird das 16:9-Bild links und rechts abgeschnitten, sodass das Bild bei einem 4:3-Fernseher komplett gefüllt ist und keine schwarzen Balken mehr zu sehen sind. Der Vorteil ist, dass alle Besitzer eines 4:3-TVs in den Genuss eines ausgefüllten Bildes kommen. Der Nachteil ist allerdings der, dass links und rechts teils erhebliche Bildteile einfach abgeschnitten werden, was sich z.B. in abgehackten Texten und Köpfen äußern kann. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, ein richtiges Pan&Scan-Signal auf der DVD zu setzen, sodass immer der wichtigste Bildteil zu sehen ist. D.h., dass dann mal mehr vom linken Teil, mal mehr vom rechten Teil des Bildes zu sehen ist. Durch diese Funktion verhindert man im Extrem-Fall merkwürdig abgeschnittene Köpfe und kann so Sekunde für Sekunde bestimmen, was der Zuschauer zu sehen bekommt. Solche Pan&Scan-Signale sind aber relativ selten auf DVDs vorzufinden.
Dieses Pan&Scan ist aber nur für 4:3-TVs interessant, Besitzer von Breitbild-Fernsehern sollten stets ihren DVD-Player auf "16:9" bzw. "anamorph" gestellt haben.

Wie bereits erwähnt, werden heutzutage nahezu alle Filme, zumindest diejenigen, die fürs Kino gedreht werden, anamorphotisch aufgenommen und sind dann auch meist anamorph auf DVD vorzufinden. Dies ist eigentlich auch immer sinnvoll, denn Besitzer von 4:3-Geräten haben keinen Nachteil, da sie den Film entweder mit Balken im 4:3-Format sehen können, oder eben die Pan&Scan-Funktion nutzen können, die aber im Setup des DVD-Players aktiviert werden muss.

Heutige DVDs sind aber noch bei weitem nicht das Maß aller Dinge, was die Bildqualität anbelangt. Es steht bereits ein erheblich höher auflösender Standard in den Startlöchern, der z.B. in den USA schon teilweise weit verbreitet ist. Hierbei handelt es sich um das so genannte "High Definition Television", kurz HDTV, das heutige, uns bekannte TV-Bilder um Weiten übertrifft. Möglich wird dies durch eine teilweise vielfach höhere Auflösung, die eine noch nie da gewesene Schärfe liefert. Bis diese Technik nach Europa kommt, kann es allerdings noch einige Zeit dauern, da hierzulande noch nicht mal ein Standard festgelegt wurde, wodurch die Einführung entsprechender Geräte unnötig verzögert wird. Es ist aber nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die EU-Zuständigen diesem Thema annehmen.

  
  
   

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