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Rubrik: Technik 
Die Regionalcodes
von David Hain
  

Da die Kosten eines Films mittlerweile schwindelerregende Höhen erreicht haben, sind die Studiosvorgaben natürlich auf die strikte Einhaltung bestimmter Statuten, wie z.B. der Auswertungskette bedacht. Diese sieht für gewöhnlich wie folgt aus: Ein Film kommt ins Kino, erscheint dann als Leih-Video bzw. DVD und wird daraufhin als Kaufprodukt im Handel angeboten. Die Tatsache, dass in Amerika viele Filme jedoch wesentlich früher als Kauf-DVD erscheinen als beispielsweise in Deutschland, kann dazu führen das Filmfans die Scheibe lieber importieren, als ins Kino zu gehen.
Um dies zu umgehen, wurden die so genannten Regionalcodes eingeführt. Dabei wurde die Erde in verschiedene Regionen unterteilt, wobei diesen jeweils ein Code zugeordnet wurde. Die jeweiligen Regionalcodes lauten wie folgt:

Regionalcode 1: USA, Kanada, Puerto Rica.
Regionalcode 2: Europa, Polen, Rumänien, Bulgarien, Balkanstaaten, Südafrika,
Türkei, Ägypten, Saudi- Arabien bis Iran und Japan.
Regionalcode 3: Südostasien, Hongkong.
Regionalcode 4: Lateinamerika, Australien, Neuseeland.
Regionalcode 5: Russland, Nachfolgestaaten der Sowjetunion, Indien, Pakistan, Afrika
Regionalcode 6: China

Regionalcode 0:
Damit eine DVD aber in jeder Region abgespielt werden kann, wurde zusätzlich der Regionalcode 0 eingeführt. Eine DVD mit dem Regionalcode 0 ist im Prinzip auf jedem DVD Player der Welt abspielbar. Ausnahmen bilden hier lediglich NTSC/PAL-Kompatibilitätsprobleme, wenn zum Beispiel eine PAl Code 0 DVD in NTSC-Ländern (z.B. USA) nicht abspielbar wäre, weil das TV-Gerät oder der Player dieses Format nicht verstehen oder weil es eine NTSC Code 0 DVD ist, die zwar mit jedem DVD Player abspielbar wäre, aber möglicherweise vom TV Gerät je nach Ausgabesignal des DVD Players nicht dargestellt werden kann.

Zusätzlich wurden diese Codes auch in die Abspielgeräte der jeweiligen Regionen implementiert. Beim Einlegen einer DVD in den DVD-Player überprüft dieser nun also, ob der Regionalcode der DVD mit dem einprogrammierten Regionalcode des DVD-Players übereinstimmt. Nach dem einlegen einer amerikanischen Regionalcode 1 (oder kurz RC1) Scheibe in ein deutsches Abspielgerät mit Code 2, wird dieser beispielsweise das Abspielen des Films verweigern.
Da sich erboste Fans jedoch schnell daran gemacht hatten, diese Codes zu umgehen, wurde von den Studios zusätzlich das Region Code Enhancement, kurz RCE entwickelt.
Bei RCE wird die DVD als Regionalcode 0 markiert, enthält also alle Ländercodes. Hat der Player diese DVD akzeptiert hat, prüft die DVD über die Programmiersprache, welchen Ländercode das Abspielgerät hat. Ist dieser nicht identisch mit dem tatsächlichen Ländercode der DVD, so springt die DVD über einen Sprungbefehl in der Regel auf eine Texttafel, auf der Zuschauer darauf hingewiesen wird, dass die eingelegte Scheibe nicht für sein Gerät geeignet ist.
Dabei können drei Varianten auftreten:
RCE + Variante 1 (Player akzeptiert jede DVD):
Der Player akzeptiert die DVD, behält jedoch seinen Ländercode bei. So passiert es, dass die DVD bei der Abfrage einen falschen Ländercode erhält und der Abspielvorgang angehalten wird.

RCE + Variante 2 (Player stellt sich selbst auf Regioncode der DVD um):
Die DVD meldet sich mit allen Regionen, der Player weiß also nicht, welchen Code er nehmen soll. Hier verhalten sich Player verschiedenster Hersteller unterschiedlich. Die einen behalten ihren Code bei, andere nehmen den erstbesten Code, während wiederum andere sich fest auf Code 1 umstellen. Meistens geschieht dann das gleiche wie bei Variante 1: Der Code der DVD und der des Players stimmen nicht überein, der Abspielvorgang wird angehalten.

RCE + Variante 3 (Player muss manuell umgestellt werden):
Der Benutzer stellt das Abspielgerät auf Code 1 um. Der Player erkennt eine Code 1 DVD, vergleicht diese mit seinem eigenen Ländercode (nun 1) und spielt die DVD ab. Die DVD prüft den Ländercode und führt den Abspielvorgang aus.

  
   

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