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Rubrik: Allgemein 
Was ist Blu-ray?
von Florian Kriegel
  

Die Blu-ray Disc ist das Konkurrenzformat zur HD-DVD. Auf den ersten Blick sind die Unterschiede für den Verbraucher auch nicht besonders groß. Die Blu-ray wurde von der Blu-ray Disc Association (BDA) 2002 spezifiziert und befindet sich somit zur Konkurrenz zur HD-DVD, die vom offiziellen DVD-Forum als offizieller DVD-Nachfolger betitelt wird.

Der prägnantesten Unterschiede, die vom direkten Nutzen für den Verbraucher sein können, sind die Kapazitäten, die die Blu-ray fassen kann. In der Single-Layer-Variante, die aktuell fast für alle Filme eingesetzt wird, fasst die BD 25 Gigabyte. In der Double-Layer-Ausführung kann sie aktuell bis zu 50Gb beherbergen. Es sollen auch weitere Versionen mit bis zu 100Gb in der Entwicklung sein, wobei diese vorerst wohl eine Fiktion bleiben dürften.

Blu-rays benötigen einen neuen Laser, der mit einer Wellenlänge von 405nm arbeitet. Der blau-violette Laser hat zwar die gleiche Wellenlänge wie die der HD-DVD, doch arbeitet er mit einer anderen Numerischen Apertur. Bei Blu-ray beträgt diese nämlich 0,8 NA und somit bestehen Inkompatibilitätsprobleme zu anderen Formaten. Alle Blu-ray-Player können aber auch herkömmliche DVDs abspielen, alles andere wäre den Verbrauchern auch nicht zumutbar gewesen.

Ein großer Unterschied zu DVD und HD-DVD ergibt sich durch die deutlich dünnere Schutzschicht von 0,1mm. Dadurch ist die Blu-ray theoretisch zwar sehr anfällig gegen Beschädigungen wie Kratzer, dafür kann der Laser aber nochmals effektiver gebündelt werden, wodurch sich auch die hohe Lichtausbeute der angesprochenen 0,8 NA ergibt. Die erwähnte Anfälligkeit gegen Schäden wird durch eine neuartige Schutzschicht neutralisiert. Dieser kann, so vorgeführt auf der IFA 2006 anhand eines TDK-Rohlings, sogar Stahlwolle nichts anhaben.

Eine immer noch anhaltende Kritik an der Blu-ray, hinter der deutlich mehr namhafte Firmen der Unterhaltungselektronik stehen, richtet sich an die Fertigungskosten. Diese sollen rund vier Mal höher sein als bei der HD-DVD. Bekanntlich relativieren sich solche Kosten aber, sobald große Stückzahlen hergestellt werden können, sodass dieses Argument für ein Format wie die Blu-ray, das zum Standard werden soll, nur bedingt gelten kann.

Während es also in physikalischer Hinsicht doch deutliche "versteckte" Unterschiede gibt, können die Inhalte auf der Disc selber nahezu identisch zum Konkurrenzformat sein. Im Videobereich sind die gleichen Codes wie MPEG-2 und MPEG-4 spezifiziert. Bislang nutzt die BD-Fraktion aus irgendeinem Grund überwiegend MPEG-2, der schon auf der DVD zum Einsatz kommt. Im Direktvergleich mit HD-DVD-Verwandten zeigen solche Blu-rays oft Schwächen, die bei Verwendung von MPEG-4 nicht in diesem Maße auftreten.
Beim Ton zeichnet sich aktuell ab, dass bei der Blu-ray überwiegend bisherige Standardformate wie Dolby Digital oder PCM eingesetzt werden. In technischer Hinsicht hat die Blu-ray, die erst im Spätsommer in den USA startete, ihren Start verpatzt. Das neue BD-J, eine auf Java basierende Programmiersprache für neue interaktive Features ist bis Ende 2006 immer noch nicht marktreif, sodass Blu-rays aktuell deutlich weniger neue Features bieten als angekündigt. Die Blu-ray-Player können bislang kein DTS-HD verarbeiten und sind für BD-J noch nicht gerüstet. Nach und nach werden diese technischen Differenzen aber ausgemerzt, sodass 2007 eine technische Gleichstellung zu anderen HD-Medien zu erwarten ist.

Während die Blu-ray auf dem Papier theoretisch deutlich höhere Siegchancen hat, bleibt abzuwarten, wie sich der moderne Formatstreit auflösen wird.

  
   

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